Leute aus Lobberich
Carl-Heinz Stricker - Cardos
* 22. September 1926 (Neuss)
†
29. Juni 2003 (Lobberich)
Maler und Graphiker, Absolvent der Düsseldorfer Kunstakademie.
Studienaufenthalte in Amsterdam

Carl Heinz Stricker - bekannt auch unter dem Namen "Cardos" wurde in den 1970er und 1980er Jahren bekannt durch Stadtansichten, die er in Radierungstechnik, Schwarz-weiß und coloriert ausführte. Stricker malte aber auch in Öl - bevorzugte Motive hier waren Naturansichten des linken Niederrheins.
C.H. Stricker wurde 1926 in Neuss am Rhein geboren und ist auch unter dem Namen »Cardos« für moderne Grafik bekannt.
Nach seinem Abitur in Kempen absolvierte er von 1947 bis 1951 ein Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. W. Heuser und Prof. W. Schmurr. Studienreisen führten ihn durch Deutschland und das westliche Ausland; zudem beschäftigte er sich eingehend mit Werken niederländischer und flämischer Maler. Bis Anfang der 1960-er Jahre war Stricker als Grafiker und Lithograf tätig, bevor er freiberuflich als Maler und Grafiker arbeitete.
Seine häufigsten Motive sind niederrheinische Landschaften, Akte und Städteansichten. Stricker präsentierte seine Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen im Rheinland und in den Niederlanden.
Zu seinen angewandten Techniken zählen Ölmalerei, Aquarell und Radierung.
Zuvor in Breyell ansässig, hatte er sit dieser Zeit ein Atelier auf der Wevelinghoverstraße 16, in den Räumen des Schreib- und Spielwarenhändlers Weyand.
2001 gab er aus gesundheitlichen Gründen auch das Lobbericher Atelier auf.
Drucke seiner Radierungen waren über Jahrzehnte in vielen Lobbericher Wohnungen zu finden. Der Erfolg damit war Segen und Fluch zugleich: In persönlichen Gesprächen, bedauerte er, nicht frei zu sein in seinen Motiven. Bei Studienaufenthaten in Amsterdam habe er Aktzeichnungen angefertigt, als er aber auch nur ein einziges Freudenmädchen in eine Ansicht der Lobbericher Kirchgasse eingefügt habe, hätten ihn seine Galeristen gleich "zurück gepfiffen" und dringend gebeten "bei seinem Leisten zu bleiben", die Stadtansichten würden sich schließlich gut verkaufen. Diese Arbeiten hätten ihn als Künstler aber kaum herausgefordert.
(RS)
Artikel der
Grenzland-Nachrichten vom 3. Juli 2003 - anlässlich seines Todes
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