Wolfgang Leim
Herbergsvater

Wolfgang Leim - Foto: Koch
Innerhalb von zehn Jahren steigerte er die Übernachtungszahlen in der
Jugendherberge Hinsbeck von 22.000 auf 33.000. Aber Wolfgang Leim war viel mehr als ein beliebter Herbergsvater:
Nach dem Krieg begann Leim 1950 eine Ausbildung zum Blechblasinstrumentenbauer in Gelsenkirchen. Auch hier zeigten sich schnell seine Kreativität und sein handwerkliches Geschick: Er baute eine Mini-Trompete für einen Artisten und ein riesiges Helikon (eine über den Kopf gebaute Tuba) für einen Elefanten des Gelsenkirchener Zoos. Dieser war Teil einer skurrilen Tierkapelle, die sogar Klavier und Trommel spielte. Drei Jahre dauerte es, bis Tier und Zoo zufrieden waren.
Seine Freizeit widmete er dem Volkstanz – eine Leidenschaft, die ihm mit seiner Fröhlichkeit und Offenheit sehr entsprach. Mit der Gruppe „Die Schreberjungs“ reiste er zu Auftritten in ganz Deutschland, von Hamburg bis Dortmund. In Münster sorgte ein spontaner Tanzauftritt vor dem Bahnhof für so großen Andrang, dass die Polizei den Menschenauflauf auflösen musste.
(Heinz Koch)
Presse
Rheinische Post 28. Juli 2025: Herbergsvater, Instrumentenbauer, Gefängniswärter und Tänzer
Offen für Neues, interessiert am Leben, mit einem Herz für Menschen und einer Portion Humor – so lässt sich Wolfgang Leim wohl am besten beschreiben. Am 29. Juli wird er 90 Jahre alt und blickt auf ein Leben zurück, das so bunt und vielseitig ist wie nur wenige.
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