Einrichtungen in Hinsbeck

Textilmuseum "die Scheune"

Zwei Wochen nach Ostern bis Ende Oktober ist das Textilmuseum DIE SCHEUNE
sonntags von 11.30 - 16.30 Uhr für Besucher geöffnet.

Link Krickenbecker Allee

Das Textilmuseum "die Scheune" beherbergt die Samlung Tillmann.
Walter Tillmann (1926-2025) und seine Frau Hildegard († 2005) haben zeitlebens eine große Sammlung an textilen Exponaten zusammengetragen. 1975 erwarben sie die Hofanlage „Alt Kämpken“ in Hombergen. Sie wurde 1619 erstmals erwähnt und gehörte früher zum Besitz von Schloss Link Krickenbeck.
Seit 1983 stellen sie ihre umfangreiche Sammlung dort aus.
Die in der Scheune sämtlich ehrenamtlich Tätigen organisieren Führungen und Ausstellungen zur textlilen Geschichte der Region.

Ca. 20 Jahre nach Gründung, im Jahr 2001, wird eine Stiftung errichtet. Beteiligte sind der LVR, der Verband der Rheinischen Textilindustrie e.V., die Sparkassenstiftung Kreis Viersen –Natur und Kultur-, die Nettetaler Sparkassenstiftung der Sparkasse Krefeld, die Stadt Nettetal sowie die Eheleute Tillmann.
Zweck ist das Sammeln, Bewahren sowie die Dokumentation und Schaustellung von Materialien, Arbeitsgeräten, Erzeugnissen und Informationen über die Geschichte der niederrheinischen Textilmanufaktur und Textilindustrie.

Seit 2023 leitet die Ursula Tillmann-Sage, Tochter des Stifter-Ehepaars, das Textilmuseum. Sie wehrt sich gegen Überlegungen der Stadt Nettetal und ihrer Verwaltung, das Textilmuseum an das Freilichtmuseum Dorenburg in Grefrath abzugegeben.


Presse/Berichte:

Verdrehte Fäden – schöne Bänder: Neue Ausstellung im TextilMuseum „Die Scheune“

Das Textilmuseum „Die Scheune“ präsentiert vom 12. April bis 28. Juni 2026 die Ausstellung „Verdrehte Fäden – schöne Bänder“ mit Arbeiten der Textilkünstlerin Birgit Höffmann.
Im Mittelpunkt steht das sogenannte Brettchenweben – eine der ältesten textilen Techniken der Welt. Mit Hilfe kleiner Brettchen werden Fäden verdreht und zu stabilen, kunstvoll gemusterten Bändern verarbeitet. Die Ursprünge dieser Technik reichen schätzungsweise bis zu 6.000 Jahre zurück. Farbiges Garn und vielfältige Drehungen ermöglichen eine große Bandbreite an Mustern – von funktionalen Bändern bis hin zu dekorativen Schmuckstücken. Birgit Höffmann beschäftigt sich seit rund 30 Jahren mit dieser besonderen Webtechnik. Ihre Arbeiten orientieren sich an historischen Vorbildern, etwa aus der Keltenzeit, umfassen aber auch eigene Entwürfe und moderne Interpretationen.

Die Ausstellung ist jeweils sonn- und feiertags von 11.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Bereits angekündigt ist die nächste Ausstellung:
Vom 5. Juli bis 25. Oktober 2026 werden unter dem Titel „Geh aus mein Herz“ Nähzeichnungen von Andrea Hess gezeigt.


Rheinische Post, 5. Januar 2026 Gründer des Textilmuseums Walter Tillmann gestorben

Der Gründer des Textilmuseums Die Scheune, Walter Tillmann, ist am 29. Oktober 2025 in seinem Heimatort Viersen gestorben. Am nächsten Tag wäre er 99 Jahre alt geworden. Walter Tillmann, der ein außergewöhnliches Erzähltalent besaß, war bis ins hohe Alter aktiv, schrieb Aufsätze und Beiträge für Bücher und Zeitschriften und hielt in seinem Museum noch im Alter von 97 Jahren Vorträge oder machte Führungen. Er verstand es immer, sein Publikum zu begeistern.


26.Oktober 2025, 11:30 - 16:30 Uhr Mitmachaktion für Jung + Alt: Weihnachtskarten sticken

Museumseitritt 1 € / Kinder und Jugendliche frei.


Rheinische Post, 8. August 2025: Textilmuseum zeigt Patchwork-Quilt

Kleine Kunstwerke, die mittels einer der ältesten Nähkunstarbeiten der Welt hergestellt wurden, sind noch bis in den Oktober hinein zu begutachten.


Rheinische Post, 8. Juli 2025: Die Seele des Textilmuseums Hildegard Tillmann ist gestorben

Ohne sie hätte es nie ein Textilmuseum gegeben. Auch für ihre ehrenamtliche Tätigkeit wurde Hildegard Tillmann wiederholt ausgezeichnet. Nun ist sie im Alter von 95 Jahren gestorben. Die 1930 in Viersen geborene Hildegard Jöris heiratete 1954 den Textilingenieur Walter Tillmann, aus der Verbindung gingen drei Töchter und ein Sohn* hervor. Hildegard Tillmann ist die eigentliche Begründerin der Textilsammlung Tillmann. Beide begannen, sich für alte Geräte der Textilherstellung zu interessieren.
* Die Familie korrigierte dies bereits auf drei Söhne


Rheinische Post, 5. Juni 2025: Renovierungsarbeiten - Teichfolie kommt aufs Dach der historischen Scheune

Das Dach der historischen Textilscheune ist im Laufe der Jahre undicht geworden. Helfen soll nun die Abdichtung mit einer Teichfolie. Laut den Fachleuten wird die Folie mindestens drei Jahre lang das Dach dichthalten, sodass der Weiterführung der Ausstellungen im Textilmuseum nichts im Wege steht.


Rheinische Post, 25. April 2025: Textilmuseum zeigt gestickte Buchstaben

Im 19. Jahrhundert waren in jedem Haushalt Tücher mit aufgestickten Sprüchen zu finden, ob als Wandbehang oder als Überhandtuch. Die bei der Ausstellung gezeigten Stücke aus der Sammlung Tillmann erinnerten oft an hausfrauliche Pflichten und Tugenden und spiegeln damit auch die moralischen Vorstellungen dieser Zeit. Hilla Kühnel, Lehrerin aus Lobberich Lobberich, stickt seit 40 Jahren solche Mustertücher.


Rheinische Post 26. November 2024: Respekt und Bewunderung für ein Lebenswerk

Das Textilmuseum in Hinsbeck wird in das Freilichtmuseum Dorenburg in Grefrath verlagert. Renate Dyck, die Leiterin des Kulturausschusses: "Es ist eine Sammlung, auf die Nettetal stolz ist. Es tut mir sehr, sehr leid, dass wir diesen Schritt nun gehen müssen.“ Eines zu sagen, ist ist ihr aber sehr wichtig: „Ich schaue mit großem Respekt und Bewunderung darauf, wie das Ehepaar Tillmann sein Lebenswerk bis ins hohe Alter präsentiert hat.“

Rheinische Post, 13. September 2024: Stifter des Textilmuseums lehnen Umzug in die Dorenburg ab.
Ursula Tillmann-Sage, Tochter des Stifter-Ehepaars, und Mitglied des Stiftungs-Kuratoriums, möchte das Museum gerne in der Scheune in Hinsbeck behalten. "In der Dorenburg werde das „ganze Flair unseres Museums“ verloren gehen und wahrscheinlich das in Hinsbeck praktizierte Konzept über den Haufen geworfen" fürchtet sie.

Rheinische Post, 15. Juli 2024: Spiel mit Knöpfen in der Textilscheune
Großer Andrang zur Eröffnung der neuen Ausstellung in der Textilscheune. Ein Holzgerüst sicherte die Besucher. Anna-Margarete Jenkner aus Detmold zeigt kleine Kunstwerke aus Knöpfen.


Rheinische Post, 5. Juni 2024: Künstlerkolonie in Hinsbeck - das Worpswede des Niederrheins

Nur noch die Textilscheune zieht noch kunstinteressierte Besucher an. Dabei war Hinsbeck, vor allem Hombergen, im vergangenen Jahrhundert eine Künstlerkolonie. Viele NS-Verfemte fanden dort Ruhe und Sicherheit. Eine Rückbesinnung.


Rheinische Post, 8. September 2023: Stadt Nettetal will sich von Textilscheune trennen
Im Kulturausschuss ging es um die Zukunft des Textilmuseums in Hombergen. Rathaus und Politik wollen die Sammlung ins Freilichtmuseum Grefrath integrieren. „Nein, wir sind nicht informiert. Das wird alles über unsere Köpfe entschieden“, sagt Hildegard Tillmann. Sie und ihr Mann Walter haben ihre Sammlung zur Textilindustrie am Niederrhein in eine Stiftung eingebracht, seit 40 Jahren werden Teile ihrer Sammlung in der Alten Scheune in Hombergen präsentiert.


Rheinische Post, 31. Juli 2023: Vier Jahrzehnte Textilmuseum in der Scheune
Am Sonntag, 6. August, wird im Textilmuseum in Nettetal-Hinsbeck die Ausstellung „40 Jahre Die Scheune“ eröffnet. Walter Tillmann stellt seiner kleinen Jubiläumsbroschüre „Gesprächsstoff aus vier Jahrzehnten“, die zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 6. August, an alle Besucher verteilt wird, den Zusammenhang zwischen der Reeperbahn und dem Textilmuseum her. In der Broschüre beantwortet er Besucherfragen aus den vergangenen vier Jahrzehnten.


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