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Galgenberg und Gerichtsstätte - de Geer
Hombergen

Die Gerichtsstätte „op de Geer“ bestand aus drei Orten: Der Gerichtsstelle, wo die Verhandlungen stattfanden, dem Galgenberg, wo die Todesurteile vollstreckt wurden, und der Jeestekul (Geisterloch), wo der Überlieferung zufolge die Leichen verscharrt wurden.
Der Begriff „Geer“ bezeichnet eine dreieckige Fläche, auf der sich der Galgenberg befand. Eine vierte Stelle ist das nahebei liegende Hinsbecker Ortsgericht, die sogenannte Schöffenschlucht – eine der wenigen, die in Deutschland so erhalten blieben.
Das Gericht verlor seine Bedeutung, als 1673 Herrschaftsrechte verkauft wurden: Hinsbeck, Leuth, Wankum und Herongen fielen an den Freiherrn von Schaesberg, Lobberich an die Herren von Bocholtz.
Recht gesprochen wurde im Schaesbergschen Beritt nun im Schloss Krickenbeck, Rad und Galgen von "op de geer" wurden aber noch weiter genutzt, bis Franzosen und Preußen das Kommando im Rheinland übernahmen.

Presse:
Grenzland-Nachrichten, 15. September: VVV Hinsbeck und Stadt Nettetal ließen mittelalterliche Gerichtsstätten restaurieren
20 Jahre nach der Wiederherstellung der mittelalterlichen Gerichtsstätten „Geer“ auf den Hinsbecker Höhen ließen der VVV Hinsbeck und die Stadt Nettetal die vier, an einem rund 3,5 Kilometer langen Rundweg gelegenen Gerichtsstellen, restaurieren. Von der insgesamt 53.000 Euro teuren Aktion übernahm Leader 65 Prozent.
Rheinische Post 4. April 2023: Hinsbecks altes Gericht bekommt neue Sitze
Die maroden Planken werden ersetzt, geplant ist auch ein Film über die historische Stätte, wo bis in Zeiten Napoleons Delinquenten abgeurteilt wurde und wo einst ein Galgen stand.
Rheinische Post, 16. Februar 2023: Hinsbecks Freiluft-Gericht wird renoviert
Rheinische Post, 17. Oktober 2016 Im Mittelalter sprachen Schöffen hier Recht
Im Zuge der "Euroga 2002plus" hat der VVV Hinsbeck eine mittelalterliche Gerichtsstätte des Amtes Krickenbeck wieder sichtbar gemacht. Der historische Platz kollidiert mit der mündlichen Überlieferung des Galgen-Standortes.