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Schloßstraße 5:

Gaststätte Rütten – heute Wohnhaus Fritz Lüpke

Im heutigen Wohnhaus Schloßstraße 5 betrieb schon 1801 Johannes Knöpkens (*1757 †1807) mit seiner Frau Agnetis Cremers eine Bäckerei. Im Hinterhaus des Gebäudes betrieb gleichzeitig Theodor Rütten (*1777 †1847) eine Blaufärberei.

1822 wird Theodor Rütten als Besitzer des Hauses aufgeführt. Nach der dort durchgeführten Blaufärberei trug das Haus die Bezeichnung „by den faervers“. Als zweites Standbein eröffnete er hier um 1820 mit seiner Frau Christina Michels (*1776 †1852) eine Schankwirtschaft. Die 1835 ausgegebene Konzession lief auf den Namen ihres Mannes, da Frauen zu dieser Zeit als nicht geschäftsfähig galten.

Nach dem Tod ihres Mannes 1847 führte sie die Schankwirtschaft einige Jahre allein weiter, während der älteste, unverheiratete Sohn Martin Rütten (*1804 † nach 1858) die Blaufärberei übernahm.

Doch nach ihrem Tod waren die Geschäfte nicht mehr zu halten, sodass das Anwesen 1858 versteigert werden musste. Das Anwesen wurde ersteigert vom Vetter von Martin Rütten, Heinrich Josef Rütten (*1829 † nach 1858) aus Hinsbeck, verheiratet mit Anna Christina Erkens (*1830 †1862). Sie schlossen die Schankwirtschaft und bauten sie in Wohnungen um, die sie vermieteten.

Von ca. 1860 bis zum Ende des 1. Weltkriegs wohnten Mitglieder der Familie Jansen das Haus, als letzter die unverheirateten Brüder Hubert Jansen (*1865 †1917; Schuster) und Karl Josef Jansen (*1858 †1922; Anstreicher).

Das alte Haus wurde 1951 abgerissen und ein Neubau erstellt.

Seit ca. 1965 ist das Haus im Besitz des ehemaligen Zöllners Fritz Lüpke (*1936) und seiner Ehefrau Else geb. Hartogs (*1916 †2003). Daneben wird das Haus von einige Mietern bewohnt.


Link Schloßstraße 4

Denkmale