Schützenbruderschaft St. Sebastianus und Marien |
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Ansprechbar sind:
Brudermeister Karl Funcke, Hochstraße 42, Telefon 02153 - 2095
und Heinz-Jakob Pollmanns
Mitglieder:
Zur Zeit 100 Personen im Alter von 12
bis 80 Jahren.
Treffen:
4- 5 mal im Jahr, dazu Feste und deren Vorbereitungen
Die beiden Traditionsbruderschaften schlossen sich 1960 zu einer Bruderschaft zusammen.
Während die Sebastianusbruderschaft 1471 zur Verwaltung von Stiftungsvermögen gegründet wurde, resultiert die Gründung der St. Marien-Junggesellenbruderschaft von 1516 wahrscheinlich aus der Notwendigkeit, Marienwallfahrten zum Aachener Münster zu schützen.
Neben diesen Aufgaben wurden später auch solche im sozialen Bereich
und zum Schutz der Heimat übernommen. Aus dieser Pflicht erwuchs der
Brauch der Schützen, sich im Schießen zu üben.
Jährlich wurde der beste Schütze ermittelt und war der Kommandeur,
später der König der Bruderschaft. Hieraus entwickelte sich das
gesellige Schützenfest.
Die wesentlichen Aufgaben blieben jedoch: Sorge für die Armen, Bezahlung des Schulmeisters, Durchführung der Stifterwillen (z. B. in der Anstellung von Vikaren an den Stiftungsaltären).
Diese Aufgaben entfielen um 1800 durch die Veränderungen der "Franzosenzeit" und wurden mehr und mehr durch die Zivilgemeinde übernommen.
Bruderschaft heute - das ist dennoch mehr, als das traditionelle Vogelschießen und die Ausrichtung farbenfroher Schützenfeste.
Einen neuen Schwerpunkt bildet die Jugendarbeit (siehe Jungschützen).
Oftmals finden junge Menschen über die Pflege des Schießsportes den Weg zur Bruderschaft. Diese möchte ihnen nicht nur Freude und Geselligkeit, sondern auch Orientierung und Verantwortungsgefühl vermitteln.
Denn große Aufgaben bleiben uns: Wie unsere Vorfahren sich zusammenschlossen, um Glaube, Sitte und Heimat mit der Waffe zu verteidigen, so sind wir aufgerufen, für die gleichen Ideale einzustehen in geistiger Wahrhaftigkeit auf allen Gebieten des öffentlichen und privaten Lebens. Das fordert hohen Mut und echten Bürgersinn.
Doch der Einsatz lohnt; denn Glaube, Sitte und Heimat sind in aller Wirrsal menschlichen Daseins Werte, die unverrückbar bleiben.
Aus ihnen lebt jegliche menschliche Gemeinschaft: Familie, Pfarrgemeinde, Stadt Volk und Land.
Aktueller Schützenkönig: Norbert Backes
Marcus Optendrenk: Die Geschichte
der Bruderschaft St. Sebastianus - St. Marien Lobberich bis zum Jahre 1900
Karl Reulen: Die Entwicklung der St.
Sebastianusund St. Marienbruderschaft nach 1900
Lesen Sie auch einen Bericht der
vom
08. Juli 2004:
Das Wunder von Lobberich: Teile
der Königskette von 1471 wieder gefunden