Lebensraum- und
Pfarrgemeindebeschreibung

Erstellt anlässlich der Neubesetzung der Pfarrstelle
Stand Okt/Nov 2000


Geschichte

Wirtschaftliche Situation und Infrastruktur
Verkehrsanbindung, Industrieansiedlung, Handel und Gewerbe, Freizeit und Tourismus, Bildungseinrichtungen und sozialpädagogische Einrichtungen, Vereinsleben, Ärztliche und sozialtherapeutische Betreuung

Bevölkerung:
Haushalte und Familienstruktur
Mitbürger ausländischer Herkunft/Aussiedler/Ausländer
Prognose der Bevölkerungsentwicklung, Wohnsituation

Religiöse Situation

Situation ausgewählter Bevölkerungsgruppen
alleinerziehende Frauen, türkische und türkischstämmige Mitbürger, Asylbewerber und Asylanten

Beschreibung der Pfarrgemeinde St. Sebastian


Lobberich ist Stadtteil der Stadt Nettetal (benannt nach dem Flüsschen Nette), die 1970 aus den ehemaligen Städten Kaldenkirchen und Lobberich sowie den Gemeinden Breyell mit Schaag, Hinsbeck und Leuth entstanden ist. Sie liegt in unmittelbarer Nähe zur niederländischen Grenze und im Zentrum des Naturparks Schwalm-Nette.

Es handelt sich um eine ländliche Zone mit einer Bevölkerungszuwachsrate (1990-2000) von 8,1% (NRW 5,2%).


Geschichte

Lobberich gehörte mit Hinsbeck und Leuth lange zum Herzogtum Geldern, während die anderen Nettetaler Stadtteile Kaldenkirchen, Breyell und Schaag dem Herzogtum Jülich angehörten.

Die üblichen nachbarstädtischen Rivalitäten gibt es im wesentlichen mit Breyell (ehemals wichtiger Handelsplatz) und Kaldenkirchen (historische Stadtrechte). Da Lobberich recht früh Fabriken in der Textilindustrie beherbergte, genoss die Gemeinde im 19. Jh. enormen Aufschwung. Sprichwörtlich ist aus jener Zeit der Lobbericher Wind (Lobb'ricker Wenk), der vor allem nach Breyell in Form von Festen am Windmühlenbruch sowie von Industrieabgasen der Niedieckwerke an der Breyeller Straße wehte und den Lobberichern in der Nachbarschaft den Ruf einbrachte, viel Wind zu machen.

"Kömmste öt friedes noa Lobb'rick, is Lobb'rick al sunnes aan!" (Kommt man freitags nach Lobberich, ist Lobberich schon sonntäglich angezogen), in Breyell freilich mit dem Zusatz: "Lobb'ricker Wenk, dä stänk!" (Lobbericher Wind - der stinkt!). Die Gemeinde Hinsbeck nannte ihr Gewerbegebiet an der Gemeindegrenze am ehemaligen Bahnhof denn auch "Im Windfang".

Bei der kommunalen Neugliederung 1970 war zwar die damals wirtschaftliche Stärke des 1964 zur Stadt gewordenen Lobberich begehrenswert, besonders beliebt schien die Vorstellung, mit Lobberich einen Zweckverband einzugehen für die Nachbargemeinden aber nicht zu sein.

Inzwischen ist die Identität vieler Lobbericher zu einer Nettetaler Identität geworden. Traditionsreiche Fußballclubs wie der Lobbericher SC und Union Breyell haben fusioniert. Die meisten, das öffentliche Leben mitgestaltenden Vereine (Schützen, Karnevalskomittee usw.) sind aber Ortsvereine, auch Kommunalpolitiker beklagen schon mal das Kirchturmdenken (aller Nettetaler).


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Wirtschaftliche Situation und Infrastruktur

Verkehrsanbindung

mit dem Auto:

Lobberich liegt zwischen der Autobahn A61 Koblenz - Venlo (Anschlussstelle Nettetal, ca. 3 km entfernt) und der Autobahn A40 (E3) Duisburg - Eindhoven (Anschlussstelle Straelen, ca. 10 km entfernt).

Der Orstkern ist durch eine Ortsumgehung vor dem Verkehr zwischen diesen Autobahnen geschützt (Nord - Süd - Richtung). Der Verkehr Breyell - Hinsbeck/Grefrath geht allerdings auf der seit einigen Jahren offenen "Westader" durch den Ortskern. Die Straße "An St. Sebastian" ist Bestandteil dieser Westader.

durch den öffentlichen Verkehr:

Der nächstgelegene Bahnhof im Stadtteil Breyell liegt an der Strecke Köln - Venlo bzw. Köln - Kaldenkirchen. Sie wird stündlich betrieben, nach Venlo 2-stündlich. Diese ist die einzige Verbindung zum niederländischen Nachbarn.

Es besteht weiter eine stündliche Schnellbusverbindung nach Kempen (Bahnhof an der Strecke Kleve - Krefeld/Düsseldorf), zur halben Stunde ergänzt durch eine Busverbindung Kempen - Kaldenkirchen.

Weitere stündliche Verbindungen bestehen nach Tönisvorst (Anschluss an die Straßenbahn nach Krefeld) und Brüggen, sowie nach Viersen (Bahnhof an der Strecke Wesel/Duisburg - Mönchengladbach/Köln).

Der innerstädtische Personennahverkehr wird durch die Einrichtung des AST (Anrufsammeltaxi) ergänzt, das nach Voranmeldung stündlich bis Mitternacht zu ermäßigten Taxitarifen von einem dichten Einsteigepunktnetz zu jeder Bestimmung innerhalb Nettetals fährt.

Industrieansiedlung, Handel und Gewerbe

Schwerpunkte sind die Metallverarbeitung und die Textilindustrie.
Es gibt einen vergleichsweise (Kreis, Reg. Bez., NRW) hohen Anteil an landwirtschaftlichen Betrieben und Beschäftigten.

Weitere Arbeitsplätze befinden sich im Baugewerbe, Handel, Gastgewerbe, Verkehr und diversen Dienstleistungen (öffentlichen und privaten).

Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten (Stand Nov. 2000):

61 Unternehmen mit 10 - 50 Beschäftigten

200 Unternehmen mit 1 - 9 Beschäftigten

Die Großindustrie unterliegt seit Jahren einer starker Fluktuation durch Schließung, Verlegung oder Rationalisierung.

Kleinere Gewerbebetriebe siedeln sich zunehmend im Gewerbegebiet an.

Der Einzelhandel deckt über den täglichen Bedarf hinaus auch die Nachfrage nach größeren Gebrauchsgütern.

Freizeit und Tourismus

Mit 12 Seen, ausgedehnten Wald- und Heidelandschaften und den Hinsbecker Höhen ist Nettetal Mittelpunkt des Naturparks Schwalm-Nette. Für Angler, Sportfreunde, Wanderer, Radwanderer, Naturkundler und Wassersportler bietet die Stadt ein reichhaltiges Erholungs- und Freizeitangebot auch für Wochenendtouristen aus dem Ruhrgebiet und dem Krefelder und Düsseldorfer Raum. Die Ortsteile Hinsbeck und Leuth tragen die Bezeichnung "Erholungsort".

Bildungsinstitutionen und sozialpädagogische Einrichtungen

Kindergärten, Heime und sonstige Einrichtungen der Jugendhilfe

Bildungs- und Lehranstalten

Kulturelle Einrichtungen


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Vereinsleben

Vereine und Verbände:

Arbeiterwohlfahrt, Caritas, DRK, Freiwillige Feuerwehr, Diakonie der evang. Gemeinde, KAB, Kolping, Malteser, Technisches Hilfswerk, VdK, Kath. Verein für soziale Dienste (früher SKFM), Volksbund Deutsche Kriegsgräber Fürsorge, Amnesty International,

Kleingärtnerverein, Landfrauen, NABU, Verein für Vogelzucht und Vogelschutz, Verkehrs- und Verschönerungsverein, PC-Senioren

Sportvereine:
Angelsportverein, Turnverein (TV 1861 e.V.), Tennisclub Grün-Weiß, Fußballclub Dyck, Fußballclub Schwarz-Weiß, Handballspielgemeinschaft (HSG), Betriebssportgruppe Pierburg, Drachenfreunde, Billardfreunde, BC Nette Bouler, Schachgemeinschaft, Ruder- und Kanuclub, Reit und Fahrverein, Pony-, Reit- und Fahrclub, DLRG, Behindertensportgemeinschaft, Squash-Racket-Club, Jungschützen, Sassenfelder Schützengesellschaft, Grenzschützenbund, Türkischer Verein Nettetal 1985 e.V., Türkisch-Islamischer Verein e.V., (beides Fußballvereine)

Chöre und Gesangvereine: Ev. Kirchenchor, Kirchenchor, Kinderchor und Spielkreis "Klangfarben", Jugendchor "Tonscherben" der kath. Gemeinde, Gesangverein "Hoffnung", "Frohsinn" Chor, Kammerchor Cappella Cantica, KaLoBrHi-Chor

Heimatpflegende Vereine: Bruderschaft St. Sebastianus und St. Marien, Bürger-Schützen-Verein, Schützenverein Viktoria, Sassenfelder Schützengesellschaft, VN Lobberich, Heimatverein "Die Stammtischrunde", Landsmannschaft Schlesien, Karnevalskommitee Lobberich, Karnevalsgesellschaft "Fidele Heide", St. Martinsvereine Lobberich, Sassenfeld und Dyck,

Türkische Union Nettetal (türkischer Kulturverein)

Vereine der Jugendpflege:
Kath. Pfarrjugend (Kinderchor, Messdienerschaft), Evang. Jugend, Kath. Landjugend, Kath. Junge Gemeinde, Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg, Jugendgruppe des Malteser Hilfsdienstes, Jugend-Rot-Kreuz

In vielen Sportvereinen wird ebenfalls Jugendarbeit geleistet.

Ärztliche und sozialtherapeutische Versorgung

Ärztliche Versorgung

Am Ort sind folgende Fachärzte niedergelassen: Allgemeinärzte, Augenarzt, Chirurgen, Frauenarzt, HNO-Ärzte, Hautarzt, Internisten, Kinderärzte, Neurologe/Psychotherapeut, Psychologen, Orthopäde, Urologe, Zahnärzte, Tierärzte

Das Städtische Krankenhaus am Ort hat 208 Betten und folgende Fachdisziplinen: Innere Medizin, Allgemein- und Unfallchirurgie, Arthroskopie und Endoprothetik, Anästhesie und Intensivmedizin, Frauenheilkunde (Belegbetten), HNO (Belegbetten), Schmerzambulanz

Sondereinrichtungen: Physikalische Therapie, Dialyse-Einrichtung, Logopädische Praxis, Psychologisches Institut

Am Ort befindet sich ein ambulantes Reha- und Gesundheitszentrum und weitere Praxen für Physiotherapie.

Soziale Fürsorge- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für alte Menschen

Zusammenfassende Charakterisierung

Lobberich ist eine Kleinstadt mit hoher Wohnqualität in landschaftlich reizvoller Lage mit Industrieansiedlung, Handel und Gewerbe, mit einem Einzelhandelsspektrum, das über den täglichen Bedarf auch die Nachfrage nach größeren Gebrauchsgütern deckt.

Mit dem öffentlichen (Nah)verkehr lassen sich alle Stadtteile und umliegenden Städte erreichen (z.T. jedoch mit hohem Zeitaufwand und nicht zu jeder Uhrzeit).

Lobberich bietet ein vielfältiges kulturelles Angebot. Zahlreiche Vereine binden auch junge und alte Menschen ein.

Die wichtigsten Schulformen sind hier vorhanden und es gibt ein großes Angebot an Kindergartenplätzen.

Ein umfassendes Angebot an ärztlicher und sozialtherapeutischer Versorgung steht kranken, hilfsbedürftigen und alten Menschen zur Verfügung.

Es ist fraglich, ob das Angebot an Ganztagsbetreuung für Kinder und Jugendliche und die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für sie ausreichend sind.


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Bevölkerung

Soweit nicht anders vermerkt, beziehen sich die statistischen Daten auf Lobberich.
Angaben für Gesamt-Nettetal, die auch Aussagekraft für Lobberich haben, sind entsprechend gekennzeichnet.

Einwohnerzahl

Alterstruktur

Alter Anzahl Prozent
0-5 820 6,18 %
6-10 804 6,06 %
11-16 882 6,64 %
17-20 639 4,81 %
21-65 8229 62,03 %
ab 65 1892 14,26 %

Haushalte und Familienstruktur

Anzahl der Haushalte: 5157

Familienstände

Es gibt viele alleinstehende ältere Frauen.

Familienstruktur

Anzahl der Familien mit Kindern bis zu 18 Jahren im Familienverbund

ohne Kinder 1 Kind 2 Kinder 3 Kinder 4 Kinder 5 Kinder >5 Kinder
1920 737 624 163 35 6 3

Alleinerziehende: 1435 (nach einer Statistik des Kreisjugendamtes)

Erwerbstätigkeit und Einkommenssituation

Lohnsteuerkartenempfänger

m 4334 68,02 % der männl. Bevölkerung

w 3858 55,95 % der weibl. Bevölkerung

Verhältnis Arbeiter /Angestellte

(bezogen auf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Nettetal)

51% Arbeiter, 49% Angestellte

Haushalte mit geringem Einkommen

Haushalte mit weniger als 2000 DM Monatseinkommen: 810 (15,7% aller Haushalte in Lobberich), relativ hohe Quote (98 BRD, alte Länder 10,5%)

Sozialhilfeempfänger (Gesamt-Nettetal):

ca. 1500, 3,5% der Gesamtbevölkerung (98 BRD, alte Länder 3,7%) davon 262 Personen zwischen 16-25 Jahren

264 Kinder in vollständigen Familien

316 Kinder von Alleinerziehenden

4 Kinder bei Stiefeltern

Arbeitslosigkeit

Arbeitslosenquote im Arbeitsamtsbereich Nettetal/Brüggen: 7,3 % (Sept.2000), (NRW 8,6 %)

Quoten in verschiedenen Gruppen:

Berufspendler

7382 Auspendler (Gesamt-Nettetal), 1/3 der Erwerbstätigen

Zielorte nach Rang: Stadt Viersen, Grefrath, Stadt Mönchengladbach, Stadt Krefeld, Brüggen, Stadt Düsseldorf, Stadt Kempen, Kreis Neuss, Schwalmtal, Kreis Kleve, Willich, Tönisvorst...

4584 Einpendler (Gesamt-Nettetal)

Mitbürger ausländischer Herkunft/Aussiedler/Ausländer

Ausländeranteil

Insgesamt für Lobberich: 1474 (11,11%), m 758 w 716, höchste Quote der einzelnen  Stadtteile, Rangfolge der Herkunfsländer, aus denen die meisten Ausländer stammen (für Gesamt-Nettetal):

Türkei (1335), Niederlande (658), Griechenland (378), Jugoslawien (272), Italien (190)...

Ausländerhaushalte in Lobberich: 439 (8,5 % aller Haushalte) Ausländische Kinder und Jugendliche (0-18): 309 (11,75 % aller Kinder und Jugendlichen), 5,06% mehr als im Kreisdurchschnitt, relativ hohe Quote

Asylbewerber

In Lobberich z.Zt. 103

2 Unterkünfte (Übergangsheime) mit insgesamt 100 Plätzen:

Außerdem sind Wohnungen mit 14 Asylbewerbern belegt:

Aussiedler

In diesem Jahr (bis Okt. 2000) in Lobberich 18 zugewiesen

Prognose der Bevölkerungsentwicklung

für Lobberich bis 2015 (aus einer Studie der Fachhochschule Niederrhein, 1998)

angenommene Entwicklung ohne Zuzüge:

angenommene Entwicklung mit Zuzügen (auf Grund der geplanten Baumaßnahmen)

Wohnsituation

Fluktuation/Ortsansässigkeit

Die Fluktuation ist relativ hoch. Auf Grund der regen Bautätigkeit gab es einen deutlichen Überschuss an Zuzügen zu verzeichnen, der sich wegen weiterer geplanter Baumaßnahmen fortsetzen wird.

Der Fluktuation gegenüber steht die lange (lebenslange) Ortsansässigkeit vieler gebürtiger Einwohner.

Bebauung

Alte Bausubstanz (von vor dem Weltkrieg) im Stadtkern relativ gering, Sanierung des Stadtkerns in den 70er Jahren, dabei Abriss alter Bausubstanz

Kleinere und größere Wohngebiete aus verschiedenen Entstehungsjahren, meist mit gemischter Bebauung aus freistehenden Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften, Reihenhäusern und Mehrfamilienhäusern

Einige Wohngebiete (Straßenzüge) mit hauptsächlich freistehenden Eigenheimen, andere mit vorwiegend größeren Mietwohnungseinheiten

Noch immer rege Bautätigkeit und weitere Baumaßnahmen geplant

Verteilung von Ausländern und sozial schwacher Bevölkerung ist relativ ausgeglichen.

Lediglich ein Wohngebiet (am Wasserturm) hat einen vergleichsweise hohen Anteil an Ausländern und sozial Schwachen, kann aber nicht als sozialer Brennpunkt bezeichnet werden.

Zusammenfassende Charakterisierung

In Lobberich herrscht eine relative Ausgewogenheit in der sozialen Schichtung nach Alter, sozialer Herkunft und Einkommenssituation, obgleich es auch hier Menschen mit geringem Einkommen, Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose, Alleinerziehende, Familien und Einzelpersonen in schwierigen Lebenssituationen gibt, die nicht unterrepräsentiert sind.

Auffällig ist der relativ hohe Anteil ausländischer Kinder und Jugendlicher, der besondere Beachtung verlangt.

Bemerkenswert ist auch die relativ hohe Zuzugsrate, die auch weiterhin zu erwarten ist und die Frage nach Integration der Neuzugezogenen (auch in der Pfarrgemeinde) stellt.


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Religiöse Situation

(Zahlenangaben: Einwohnerstatistik der Stadt)


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Situation verschiedener Bevölkerungsgruppen

(Beurteilung auf Grund von Gesprächen, die mit den Betroffenen selbst bzw. mit Funktionären geführt wurden)

Zur Situation von Kindern und Jugendlichen in Lobberich

In Nettetal-Lobberich leben 2630 Kinder und Jugendliche (0-18 Jahre). Das sind 20,01 % der Gesamtbevölkerung.(Quelle: Jugendhilfeplan d. Kreises Viersen; 1999 )

Aus einem Gespräch mit Frau Hellekamps, Diplomsozialpädagogin in der mobilen Jugendarbeit, (zu der Zeit kommissarische Heimleiterin), MitarbeiterInnen und BesucherInnen der Arche:

Aus einem Gespräch mit GruppenleiterInnen in der pfarrlichen und verbandlichen Jugendarbeit:

In der kirchlichen und verbandlichen Jugendarbeit erlebt ein großer Teil der Gruppen in ihren Leitungsrunden einen Umbruch.
Ältere Jugendliche scheiden aus, die jüngere Generation wächst nach.
Die Kinder und Jugendlichen, die sich hier organisieren, sind oft mit dem ganzen Freundeskreis aktiv und somit eingebunden in die Gruppe. Direkte Wünsche wusste man dort nicht zu benennen.

Zur Situation von alten Menschen in Lobberich

Aus einem Gespräch mit Besucherinnen der Doerkesstube, 70-90 Jahre:

Ergänzungen aus Gesprächen mit anderen alten Menschen, z.T. allein lebend, z.T. verheiratet:

Zur Situation von Alleinerziehenden

Aus einem Gespräch mit einer hauptamtlich mit Alleinerziehenden arbeitenden Referentin der Regionalstelle Viersen

Die größten Probleme Alleinerziehender in schwieriger Lebenssituation sind:

Es gibt einen Treff für Alleinerziehende in Viersen, der in Bracht muss wieder ins Leben gerufen werden.

Zur Situation von Ausländern in Lobberich

Aus einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Ausländerbeirats

Die Türken bilden, gefolgt von den Niederländern die stärkste Gruppe mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit.

Eine Besonderheit stellt die Tatsache dar, dass 80% der in Nettetal ansässigen Türken aus zwei Dörfern in der Türkei stammen. Die Bewohner des einen Dorfes stellen 80% der türkischstämmigen Lobbericher, die Bewohner aus dem anderen Dorf treffen sich in der Moschee im Ortsteil Schaag.

Die gemeinsame Herkunft bedeutet einen starken Zusammenhalt untereinander, aber auch eine starke soziale Kontrolle.

Für viele Fragen gibt es in der Gemeinschaft Ansprechpartner, die ihren Landesgenossen mit Handlungsempfehlungen zur Seite stehen. Die Bewältigung des Alltags ist daher auch fast ohne Deutschkenntnisse möglich.

In Lobberich gibt es einen islamisch-türkischen Kulturverein (Moschee an der Burgstraße) und einen Fußballverein (Vereinslokal Steegerstraße/ Ecke Elisabethstraße). Es herrscht ein gewisses Konkurrenzverhältnis zwischen beiden Gruppen. Zwar begreifen sich auch viele Fußballvereinsmitglieder als Moslems, das Maß, mit dem der Glaube Einfluss auf das tägliche Leben hat, ist hier allerdings deutlich geringer.

Die evangelische Gemeinde führt mit Unterstützung der Stadt Nettetal und des Kreises Viersen das Café Ventil an der Hauptschule, die von vielen türkischen Kindern und Jugendlichen besucht wird.

Zur Situation von Asylbewerbern

Aus einem Gespräch mit einer Steyler Schwester, die sich in Kaldenkirchen um Asylbewerber kümmert


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Beschreibung der Pfarrgemeinde St. Sebastian, Lobberich

(Stand Okt. 2000)

Statistische Daten

(entnommen der Statistik des Bistums Aachen)

Gemeindemitglieder: 8198 / 62,7 % der Gesamtbevölkerung

davon:

m 3758 w 4440 (deutlicher Frauenüberschuss ab 45 Jahre)

verheiratet: m 2035 w 2163

Ab 46 Jahren gibt es 780 alleinstehende Frauen gegenüber 230 Männern.

Altersstatistik

Alter Prozentanteil
1-6 6,2 %
7-18 14,1 %
19-24 6,4 %
25-45 30,6 %
46-60 18,9 %
61-65 8,8 %
älter 65 17,1 %

Der Anteil der Menschen über 65 Jahre ist höher als im Gesamtbevölkerungsspektrum.

Katholische Ausländer

Herkunftsland Anzahl der Katholiken

Kirchliche Statistik

99 98 97 96 95
Katholiken 8198 8231 8269 8356 8455
Gottesdienstteilnehmer 1286 1371 1158 1431 1524
Austritte 58 36 56 58 58
Wiederaufnahmen 4 6 1 2 2
Übertritte v. evang. Christen 0 10 0 0 1
Taufen 96 83 96 82 71
Erstkommunionen 107 91 99 105 87
Firmungen 56 47 84 75 60
Trauungen 24 25 18 20 14
Beerdigungen 86 119 93 87 90

Kirchenbesucherzahlen im Vergleich

Austrittsquoten im Vergleich

je 1000 Katholiken

Gebäude

Für Gottesdienste: Pfarrkirche, Alte Kirche, (Krankenhauskapelle)

Sonstige:

Alle Gebäude sind in gutem bis ausgezeichneten Zustand.

Kirchliche Mitarbeiter

Ehrenamtliche Mitarbeiter

Gruppierungen und Verbände

Gruppierungen:

Verbände:

Gremien

Sachausschüsse für:

Gruppierungen und Verbände für Kinder und Jugendliche (in Klammern Mitglieder)

Schwerpunkte der Gemeindearbeit

Nicht abgedeckte Bereiche der Gemeindearbeit

Zusammenarbeit mit St. Peter, Hinsbeck

Zusammenarbeit mit der Evangelischen Gemeinde Lobberich/Hinsbeck

Zusammenfassende Charakterisierung

St. Sebastian ist eine große Gemeinde mit vielen Grunddiensten (Gottesdiensten, Taufen, Erstkommunionen, Firmungen, Trauungen, Beerdigungen). Die Gemeinde hat viele kirchliche (nicht pastorale) Mitarbeiter.

Das Raumangebot für die verschiedensten Gruppen und Aktivitäten ist optimal.

Die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement und zur verantwortlichen Mitgestaltung des Gemeindelebens ist groß.

Es gibt auch ein Potential an initiativen Aktivitäten in der Gemeinde, z.B. Kinderbibeltage, Kleinkinderwortgottesdienst, Sonntagstreff, Kommunionkleiderbörse, Exerzitien im Alltag, die unabhängig von pastoralen Mitarbeitern ins Leben gerufen wurden.

In den vielfältigen Gruppierungen gibt es eine Vielzahl von Aktivitäten, die auch wegen der Größe der Gemeinde manchmal nebeneinander laufen.


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