Nathan R. Preston

ROKAL - Importeur in den USA


Keine Seite über ROKAL wäre komplett ohne einen Bericht über Nathan R. Preston.

Preston war der amerikanische Importeur von ROKAL-TT, bevor er seine Firma aufbaute versuchten sich zwei weitere Firmen an dem Verkauf von ROKAL:

Zum einen die Polk Brüder, New York. Nathan Polk, Verantwortlicher für Aristo-Craft, ist der Sohn eines dieser Brüder. Die Polk Brüder hatten daneben über Jahre ein großes Hobbyfachgeschäft im Zentrum Manhattans. Rokal wurde unter dem Aristo-Craft Namen ca 1953-1956 vertrieben. (Siehe Katalog)

Auch gab es eine kanadische Firma, die Rokal für ein paar Jahre in den sehr frühen 50ern vertrieben hatte.

Preston übernahm seinen Vertrieb um 1961 oder 1962

Preston (rechts) und Winkler (Mitte) auf der Chicago Messe 1962.
Foto: Hal Carstens, Railroad Model Craftsman - Verwendung hier freigegeben am 12. Dezember 2005. Danke!

Preston (Mitte) und Winkler (links) auf der Chicago Messe 1962.
Foto: Hal Carstens, Railroad Model Craftsman - Verwendung hier freigegeben am 12. Dezember 2005. Danke!

Erste Werbungen Prestons erschienen um 1965, er importierte bis zur Einstellung der Modellbahnproduktion durch ROKAL.

Familienüberlieferungen berichten, dass Preston ein "Held" des 2. Weltkrieges war. Die Familienlegende berichtet, Preston habe alleine mit Jeep und Maschinengewehr die Stadt Bamberg eingenommen. Es gibt Hinweise die diese Berichte unterstützen: Schließlich war Kriegsende und angesichts der instabilen Verhältnisse waren die Deutschen wahrscheinlich glücklicher, einen einzelnen Amerikaner mit einer Waffe zu sehen, als hunderte russischer Truppen mit Kalaschnikovs.

Auf jeden Fall blieb Preston nach dem Krieg als Militärberater in der Bamberger Gegend. Irgendwann, möglicherweise um 1962, führte ihn seine Beziehung zu ROKAL nach Des Plaines in Illinois (USA) wo er seine Vertretung aufbaute.

Er tat dies mit Hilfe seines Partners Leo Winkler, mit dem er sich in Bamberg anfreundete.


Nathan R. Preston (links), sein Neffe (vorne) und Bruder Bill (William M. Preston - rechts) mit einem pelzigen Freund (Mitte).
Foto zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt von Familie Preston

Preston war von besonderem Interesse, da er sich auf dem deutschen Spielzeugmarkt auskannte. Er importierte auch Kle-Wei, Pola und andere, wie auch zeitweise Minitrix. Preston hatte dabei das gleiche Problem, das auch andere Distributoren haben, nämlich dass man bei Direktbestellung in Deutschland billiger einkaufen kann, was heute (2005) umso mehr gilt.

Auf alle Fälle waren die Deutschen auf Grund des starken Dollars jener Zeit sehr am amerikanischen Markt interessiert. Dabei stießen sie alle auf das gleiche Problem: Deutsche sind produktorientiert "Wir haben eine tollen Modelleisenbahn und Sie werden sie kaufen" Der Amerikaner aber fragt: "Welchen Nutzen habe ich von diesem Produkt?"

Wie auch immer: Rokal war in Amerika schwer zu verkaufen. Zum einen, weil die Züge teuer waren und letztlich auch, weil die Spur N aufkam und das Rennen machte.

Als ROKAL die Produktion einstellte, kehrten auch Winkler und Preston nach Bamberg zurück. Sie blieben im Spielzeugsektor und gründeten NRP Hobbies.


Diese Seite ist eine Übersetzung einer Unterseite der Homepage von Riley O'Connor, unter Verwendung weiterer Informationen dieses US-amerikanischen Spielzeughändlers. Er erlaubte mir dies freundlicherweise mit Datum vom 10. Dezember 2005.

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