Su segge se

Redensarten


Do koos-se vor enem Bockoave
sto-an jaape.
Da kannst du vor einem Backofen
stehen und gähnen. 1)


Dä es su benaut (su jitzich),
dat he sich en Bremm
dor de Vott treckt.
Der ist so geizig,
dass er sich Ginster
durch den Hintern zieht. 2)


Vuul

On wenn er enne jonz vuul wo-ar,
dann saute-se:

"Dä ess te vuul, datt-he deut,

wenn-he dritt"

Faul

Und wenn einer ganz faul war,
dann sagte man:

"Er ist zu faul, dass er presst,

wenn er (sch...) zur Toilette geht."



Ann, Mrie, Trien, Drü -
heten all die ärme Lüü.
Anna, Maria, Katharina, Gertrud -
heißen all' die armen Leute. 3)


Nötter drietvoll,
wie voll Driet!
Lieber strurzbetrunken,
als mit Fäkalien beschmutzt.


Pross Nöjo-ar

On no-u ee Stöckske, watt ich fröjer jarnet seggen
dorf - unn watt verbo-anen es, dat es no-u su et Schönns, watt man seggen darf -
jraad mött Nöjo-ar - dat jing su-e:

Pross Nöjo-ar

De Box voll Ho-ar

Et Hemb voll Ni-etele

On datt sull ki-etele !

Datt dorf ich net segge. Ech muut emmer segge:
"Jlöcksellich Nöjo-ar, Jrossmotter"
Unn wenn ich dat jesaut haar,
dann kreech ich möt Nöjo-ar ene Kre-äkel.

Prosit Neujahr

Und nun ein Gedichtchen, das ich früher gar nicht sagen
durfte. Aber was verboten ist, das ist nun einmal das
Schönste, wenn man es doch sagen darf -
gerade zu Neujahr - das "Gedicht" lautete so:

Prosit Neujahr

Die Hose voller Haare

Das Hemd voller Brennnesseln

Und dass soll kitzeln !

Das durfte ich nicht sagen. Ich musste immer sagen:
"Glückselig Neujahr, Großmutter"
Und wenn ich das gesagt hatte,
bekam ich zu Neujahr eine Brezel.


Erläuterungen:

1) so weit wie der Backofen bekommst du den Mund nicht auf - du schaffst es nicht.
Es geht nicht: der andere hört nicht auf dich und tut absolut nicht, was du willst.

2) ...statt sich Klopapier zu kaufen

3) Reiche Leute hießen nämlich z.B. Astrid, Eleonore oder so.)

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