Gaslicht aus
denkmalschützerischer Sicht


Übersicht


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Die städtische Gasbeleuchtung kann als Spezifikum der Epoche der Industriellen Revolution gelten. Vorindustrielle Straßenbeleuchtungen, obwohl von alters her immer wieder angestrebt, besaßen weder hinreichende Qualität, noch eine genügend flächendeckende Verbreitung. Erst mit der im wesentlichen aus Großbritannien eingeführten Technologie begann in den 1820er Jahren die für das Industriezeitalter typische netzwerkartige Versorgung städtischer Weichbilder mit einer effizienten Straßenbeleuchtung.

Diese Beleuchtungsart kann daher als epochentypisch gelten.

Im internationalen Maßstab ist diese Technologiestufe weitestgehend nicht mehr präsent. (...)

Ganze Straßenbilder repräsentieren damit ein technik-, urbanistik- und sozialgeschichtlich relevantes Erscheinungsbild. Die Erhaltung dieses Zustandes stellt somit eine denkmalpflegerisch wertvolle Zielsetzung dar.

Die spezifische Beleuchtungsqualität des Gaslichtes kann so weitergeführt werden und – vor allem im geeigneten städtebaulichen Kontext – eine traditionsreiche Urbanität bewirken.

Das Beispiel von Städten wie Prag, wo man an bestimmten Stellen des Stadtgefüges die zuvor aufgegebene Gasbeleuchtung wieder einführt, zeigt, dass diese aus der Geschichte gespeiste Qualität erkannt und genutzt wird. (...)

Axel Föhl

Wissenschaftlicher Referent

Referat Technik- und Industriedenkmale

Das vollständige Schreiben hier im Download


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