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Gaslicht in Lobberich

Die Ereignisse 2016/2017:


4. April: Laternen wieder im Licht

Bald brennen die Laternen wieder, die Anwohner sind zufrieden. Ihr Monate langer Protest hatte endlich Wirkung gezeigt. Im Prinzip hätte man die Bürgerversammlung nach fünf Minuten auflösen können. Albrecht Bohnen, bei den Stadtwerken für Netzleitung (Gas, Wasser und Straßenbeleuchtung) zuständig erklärte, dass die Laternen in absehbarer Kürze repariert werden würden. Wenn nichts dazwischen käme, leuchteten nächste Woche wieder mit Licht in der Nacht.
(Stadt-Spiegel)


3. April Laternen wieder im Licht

Die Frage, warum letztlich alles so lange gedauert hatte, konnte an diesem Abend nicht geklärt werden. Schließlich wurden noch weitere Argumente ausgetauscht: Erhalt der Lebensqualität, Lobbericher Stadtgeschichte, touristischer Wert. Albrecht Bohnen versicherte: „Die Stadtwerke wollen technisch einwandfreie Anlagen.“ Gaby Glatz (CDU) fasste zusammen: „Ein erfreuliches Ergebnis.“ Und Harald Post versicherte den Anwohner: „Solange diese Lampen stehen, zahlen sie nichts.“
(Extra-Tipp)


30. April Gaslaternen werden repariert

Erfolg für die Anwohner am Windmühlenweg: Nach mehr als sechs Monaten gibt es Ersatzteile Von Daniela Buschkamp

Albrecht Bohnen, Netzleiter für Beleuchtung bei den Stadtwerken Nettetal, war am Dienstag Abend bei der Bürgerversammlung der CDU von einer Menschentraube umringt. Insbesondere die Anwohner des Windmühlenwegs wollten wissen, wann ihre defekten Gaslaternen endlich repariert werden. Für sie hatte Bohnen eine gute Nachricht: "Ab heute werden die Gaslaternen mit einer neuen Steuereinheit ausgerüstet. Damit werden sie auf Dauer funktionieren."
(Rheinische Post)


28. März: Ortstermin an der Ecke Windmühlenweg/Mühlenstraße. 

Vertreter von Parteien, Anwohner und Interessierte - zusammen annähernd 50 Personen - waren gekommen, darunter Ortsvorsteher Harald Post und mit Gaby Glatz auch die Wahlkreis-Stadträtin sowie ein Vertreter der Stadtverwaltung und Albrecht Bohnen, Mitarbeiter der Stadtwerke.

Post hatte in seinen einleitenden Worten noch betont, dass es im Wesentlichen um Licht - welches auch immer - in der Straße ginge, wurde aber von den zahlreich erschienenen Anwohnern schnell korrigiert. Die Anwesenden (gesichtet wurden auch Bürger aus ehemaligen Gaslichtstraßen und solche, die sich selbst als Gaslichtnutzer vorstellten: "ich gehe hier gerne mit meinem Hund spazieren") sprachen sich einhellig für die Instandsetzung des vorhandenen Gaslichtes aus: LED sei keine Alternative. "Das hat jeder" Auch der Hinweis, dass Gaslaternen nicht mit modernen Lampen konkurrieren können, brachte die Meinung nicht ins Wanken: Oldtimer werden geliebt, auch wenn sie keine Rennen gegen einen Porsche gewinnen.


"Wo kann ich unterschreiben?"

Ein aufmerksamer Bürger machte darauf aufmerksam, dass bei der Suche nach "Gaslicht" auf der Nettetaler Homepage nur eine Stellungnahme - ausgerechnet von der Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde - vorzufinden sei, in der sich diese vehement gegen das Gaslicht ausspreche. Da müsse sich auch noch etwas ändern.

Ob das Gaslicht repariert werden kann wurde gar nicht mehr diskutiert. Dass es in den nächsten Tagen auch repariert werden soll, bestätigte ein Stadtwerkevertreter. Die Steuergeräte seien bestellt und würden in den nächsten Tagen eingebaut. Die häufig gestellte Frage war dann auch nur die eine: Warum ist das alles nicht längst geschehen?

Der Vertreter der Stadtwerke begründete die Verzögerungen damit, dass man zunächst die aus dem Abriss an der Brabanter Straße verwendeten Steuerungen wiederverwendet habe, die nun aber auch aufgebraucht seien. Im Januar habe man dann 14 der Steuergeräte zur Reparatur bei der Firma eingeschickt, von der man sie auch bezogen habe. Diese seien ein Totalschaden. Inzwischen seien aber 18 neue Steuerungen bestellt, sie würden in den nächsten Tagen eingebaut.

Er legte anhand eines Ausdruckes einer Präsentation der Düsseldorfer Stadtwerke dar, dass für einen sicheren Betrieb Strömungswächter (im "Kopf" der Laternen) sowie Absperrhähne erforderlich seien. Die Stadtwerke Düsseldorf sähen hier Handlungsbedarf. Ob es zum Einbau zusätzlicher Technik in bestehende Anlagen verbindliche Vorschriften, Fristen oder Pflichten gibt, blieb strittig:

Ralf Schmeink, seit 6 Jahren mit der Materie befasst und selbst Gaslaternenbetreiber legte dazu ein Rechtsgutachten aus Düsseldorf vor, aus dem seiner Meinung nach hervorgeht, dass vorhandene Gaslaternen Bestandsschutz haben.

Was allgemeine Hinweise auf "zukunftssicheren" Betrieb und "zeitgemäßer Technik" angehe, verwies er auf die in unmittelbarer Umgebung installierten Natriumdampflampen, deren Farbwiedergabewerte um Ra 30 messbar schlechter seien als die von Gaslicht. Auch diese "pissgelb" (Schmeink) leuchtenden Lampen seien einmal mit den genannten Attributen wie "zeitgemäß" und "zukunftssicher" begründet worden.

Leider bestand seitens der Einladenden nicht das Interesse, weitergehende Fragen zur Technik, zu Kosten oder Möglichkeiten und Ursachensuche ausführlicher zu thematisieren. Die Veranstaltung wurde mit der Feststellung beendet, dass man ja nun zufrieden sein könne, wenn die Gaslaternen instand gesetzt werden.

Lobberich wird auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte sein Gaslicht behalten können.

Die Diskussion ging weiter: Ralf Schmeink gab Einblick unter die Haube einer Gaslaterne, ein aktuelles Steuergerät wurde begutachtet. Zuletzt auch beleuchtet: von einer echten (Gas)laterne .

Auch Anwohner sahen sich damit jetzt durchaus in einer gewissen Pflicht:

Zuerst trinken wir einen auf unser Gaslicht, dann organisieren jetzt erst einmal ein Gaslaternenfest, dann sehen wir weiter!


26. März: Anwohner führen eine Gaslaterne vor: städtische Gaslaternen reparieren!! jetzt!!


19. März: Anwohner kämpfen für Gaslicht (Westdeutsche Zeitung)

20. März: Anwohner kämpfen für Gaslicht (Rheinische Post)

Am Windmühlenweg in Lobberich gibt es Ärger über Gaslaternen, die immer wieder defekt sind. Die Anwohner fordern eine Reparatur. Laut Stadtwerken ist nur eine provisorische Lösung möglich

Bei den Stadtwerken Nettetal erklärt deren Geschäftsführer Norbert Dieling, dass die Gaslaternen aus den 1960er Jahren stammen: "Die gibt es nicht mehr."
Kommentar Ralf Schmeink:

Die Laternentypen sind weitaus älter. Dass die vorhandenen Laternen bereits 50 Jahre halten zeugt von deren Langlebigkeit. Dass sie unverändert angeboten werden sieht man hier . Abgebildet sind Umbauten für Elektro. Die Laterne wurde als Gaslaterne entwickelt und ist mit Gas problemlos zu betreiben.

Man habe mit verschiedenen Herstellern Kontakt aufgenommen. Einer könne jetzt eine modifizierte Steuerung stellen. Diese würde für alle Leuchten 5500 Euro kosten
Kommentar Ralf Schmeink:

Ich habe den Stadtwerken am 6. März die Konditionen für Steuerungen der bestehenden Gaslaternen genannt. Kostenpunkt: 190 Euro
Die anbietende Firma sagt eine Lieferzeit von einer Woche zu.

Dieling betont: "Selbst mit der neuen Steuerung wäre es nur eine provisorische Lösung." Unklar sei zudem, wie lange diese halten würde.
Kommentar Ralf Schmeink:

Nebelkerze! Die Aussage ist so allgemein richtig wie nichtssagend, soll aber das Gaslich diskreditieren.
Bei jeder technischen Apparatur ist unklar, wie lange sie hält.

Für Norbert Dieling steht fest: "Die Politik muss eine Entscheidung treffen - am besten noch vor der dunklen Jahreszeit."
Kommentar Ralf Schmeink:

Ausgerechnet der Chef jener Firma, die über den kompletten Winter Dunkelheit zu verantworten hat, mahnt hier die Politik zu verantwortlichem Handeln.
Abstruser geht es nicht mehr.


16. März: Stadtwerke "fühlen sich eng mit der Region verbunden (und) freuen sich (...) kulturelle (...) Initiativen fördern zu können."

Zitat Stadtwerkechef Dieling in den GN von Donnerstag, 16.  März 2017: „Als der Energieversorger vor Ort fühlen wir uns eng mit der Region verbunden. Daher freuen wir uns, wenn wir soziale, kulturelle oder sportive Initiativen fördern können“ (Es geht im Artikel darum, dass die Stadtwerke für 5.000 Euro Trikots an Sportvereine vergeben.)

Warum das hier steht?! Für den genannten Betrag könnten sämtliche Gaslaternen mit nagelneuer Technik versehen werden.


15. März: Mit oder ohne Gas?

Noch geben die Gaslaternen kein Licht. Die Stadtwerke bemühen sich jetzt um eine provisorische Reparatur. Einig sind sich sowohl Ralf Schmeink (Heimatverein) als auch Stephan Drabben (Anwohnersprecher), dass es möglich sei, die Laternen zu reparieren. Unverständnis äußern beiden darüber, dass dies noch nicht geschehen ist. (Stadt-Spiegel)
Kommentar Ralf Schmeink:

Ich habe den Stadtwerken am 6. März die Konditionen für Steuerungen der bestehenden Gaslaternen genannt. Kostenpunkt: 190 Euro
Die anbietende Firma sagt eine Lieferzeit von einer Woche zu.

Ob und in welcher Form Kosten auf die Anwohner umgelegt werden, konnte die Stadt noch nicht sagen. Dafür sei das Thema zu komplex, sagte Stadtsprecher Jan van der Velden.
Kommentar Ralf Schmeink:

Ich kann gerne etwas Licht in die "komplexe Angelegenheit" Anwohnerbeiträge bringen. Dazu genügt ein Blick in die entsprechende Satzung der Stadt.

Unter 2c steht dort, dass der Aufwand für "die Herstellung, Erweiterung und Verbesserung von (...) Beleuchtungseinrichtungen" beitragsfähig sei.

Bei Anliegerstraßen beträgt der Anteil der Anlieger: 60 v.H.

Die Stadt Berlin schätzt den Aufwand für Abriss und elektrischem Neuaufbau auf 4.400 Euro/Laterne. Allein der Anliegeranteil läge dann bei 2.640 Euro.
Die Reparatur mit flammneuen Steuerungen  neuester Technik und mit Flammüberwachung kostet etwa ein Zehntel dieses Betrages!

"Norbert Dieling, Geschäftsführer der Stadtwerke Nettetal: „Wir sind mit der Firma Trapp in Kontakt und suchen nach einer Lösung.“ So sollen die entsprechenden Gaslaternen zunächst repariert werden. „Das kann nur ein Provisorium bleiben“, sagte Norbert Dieling, eine Lösung, die dauerhaft trägt, wäre der bessere Weg.
Kommentar Ralf Schmeink:

Ob es ein Provisorium bleibt, liegt an der Gründlichkeit der Instandsetzung. Wenn neue Steuergeräte angeschafft werden, sind die Laternen technisch wie neu. Außer den Steuergeräten kann nicht viel kaputt gehen - und wenn doch, gibt es Ersatzteile.

Als Dienstleister beugten sich die Stadtwerke den Wünschen von Politik und Anwohnern, machen aber dennoch darauf aufmerksam, dass die Laternen nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprächen. Beispielsweise gäbe es keine Flammüberwachung, betonte Dieling: „Entzünden die Laternen nicht, strömt Gas aus."
Kommentar Ralf Schmeink

Auf diesem Bild sind die Flammüberwachungssensoren zu sehen, wie sie 2010 vorhanden waren:
Derzeit sind am Windmühlenweg nur noch die Sensoren an der Laterne rechts sichtbar. Wer die anderen wohl entfernt hat?!


Foto: Lobberland e.V.

Das oben genannte Angebot (190 Euro) enthält selbstverständlich eine solche Flammüberwachung. Mit Aufpreis kann auch die Batterie durch eine Solarzelle ersetzt werden.
Allgemeine Infos zu moderner Zündtechnik hier

Außerdem ist der Laternenmast auch gleichzeitig das Gasrohr. Bräche bei einem Unfall der Mast, ströme ebenfalls Gas aus. Ein modernes System sei dagegen mit einer Abschaltvorrichtung ausgestattet.
Kommentar Ralf Schmeink:

Der Anteil der Gaslaternen, die in Düsseldorf beim Sturm "Ela" beschädigt wurde, war signifikant geringer als der Anteil der elektrischen Lampen.
Prozentual fielen mit rund 10% defekten Stromlampen über 10 mal mehr Stromlampen als Gaslaternen (0,85% defekt) dem Sturm zum Opfer.
Ein schöner Beleg der Nachhaltigkeit solider Gaslaternen! (Datenquelle: derwesten)

Wird eine Gaslaterne bei einem Verkehrsunfall beschädigt, kann Gas austreten. Da Erdgas leichter ist als Luft, steigt es auf und wird von der Luft schnell verdünnt. Ein zündfähiges Gemisch entsteht erst gar nicht. Aus Düsseldorf (seit Jahrenm im besitz von über 15.000 Gaslaternen) ist kein einziger Fall bekannt, bei dem es nach einem Verkehrsunfall mit einer Gaslaterne zu einem Brand oder gar einer Explosion gekommen wäre. Das nur fingerdicke Zuleitungsrohr lässt sich unproblematisch vom Störungsdienst der Stadtwerke wieder verschließen. (zur Not mit einem Kaugummi - Gaslaternen benötigen einen Gasdruck von 25-28mBar)

Wird eine Elektroleuchte umgefahren, kann es jedoch passieren, dass spannungsführende Teile freigelegt werden oder sogar der umgeknickte Mast unter Spannung steht. Das bedeutet unmittelbare Lebensgefahr für jeden, der damit in Berührung kommt.

Riesenvorteil des Gases im Rohr: Das Rohr kann systembedingt nicht von innen rosten.
Die Kandelaber auf dem Windmühlenweg sind z.T. echter Jugendstil und über 100 Jahre alt. Das zeugt von Nachhaltigkeit.


Mitte März: Ortsvorsteher Post lädt zu einer Ortsbegehung am 28. März

Er selbst und die Stadtwerke stellen die Zukunft des Gaslichts in Lobberich in Frage

Laut Stadt-Spiegel  Bericht möchte Ortsvorsteher Harald Post zwei Szenarien diskutieren: 1. das vorhandene Gaslicht durch Elektroleuchten mit modernem Aussehen oder 2. Das Gaslicht durch Lampen zu ersetzen, die nach Gaslaternen aussehen.

Beide Vorschläge bedeuten nichts weniger als den Abriss des Gaslichtes in Lobberich.

Die Anwohner sind hier eindeutig: Sie bitten darum, "das Straßenbild in der vorliegenden Form zu erhalten." Sie wollen "Eine Allee mit funktionierenden Gaslaternen!" Der Heimatverein Stammtischrunde Lobberich 1953" unterstützt in einer Erklärung vom 8. März die Anwohner mit dem Hinweis: "Bei Problemen mit der Pflege unseres kulturellen Erbes darf nicht das kulturelle Erbe selbst in Frage gestellt werden, sondern es muss eine Firma mit der Pflege beauftragt werden, die die Pflege leisten kann und will."

Ralf Schmeink, Vorsitzender des Lobberland e.V., wies inzwischen auf vorhandene Bezugsquellen hin. Eine Berliner Firma bietet nicht nur die Reparatur der Laternen an, sondern auch aktuelle Steuersysteme nach neuestem Stand der Technik, die sie innerhalb einer Woche liefern könnte.
Es ist zu erwarten, dass auch eine Firma, mit denen die Stadtwerke an anderer Stelle bereits zusammenarbeiten, dies leisten kann.

Die Reparatur und damit der Erhalt des Lobbericher Gaslichtes ist und war immer schon möglich.

Zu den zwei von Post vorgeschlagenen Alternativen kommt also eine dritte: Die Reparatur der Gaslaternen.
Eine Reparatur der bestehenden Laternen ist gleichzeitig für die Allgemeinheit (Stadt Nettetal) die günstigste Version.
Die Reparatur aller Laternen kostet so viel wie Abriss und Neubau einer einzigen Lampe.

Gesucht wird also eine Firma, die "leistungsstark, verlässlich, engagiert" ist

(Sie sollte) auf allen Gebieten der Versorgung aktiv (sein). Und dies mit viel Engagement, solidem Know-how, abgestimmten Dienstleistungen und einem guten Augenmaß für die Ansprüche von (...) öffentlichen Einrichtungen." (Quelle: stadtwerkle -nettetal.de, abgerufen am 15. März)

Genauso sehen sich die Stadtwerke selber - Nichts anderes fordern die Anwohner seit Monaten ein.


12. März: Nettetalaktuell.de: Wann folgt endlich die Erleuchtung?

– Seit 1887 ungebrochene Gaslicht-Tradition –

„Leider gibt es immer wieder Bestrebungen, das Gaslicht in Lobberich abzureißen“, ärgert sich Ralf Schmeink (Lobberland e.V.), (Aber) LED-Lampen, die aussehen wie Gaslaternen sind genauso wenig Gaslaternen wie ein LED Bildschirm, auf dem ein Lagerfeuerfilm abgespielt wird, ein Lagerfeuer ist, so bringt er den Vergleich.

8. März: Stellungnahme des Heimatvereins Stammtischrunde Lobberich 1953

Der Heimatverein Stammtischrunde Lobberich 1953 hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen:
Wir unterstützen die Anwohner des Windmühlenweges bei Ihren Bestrebungen, das Gaslicht zu erhalten:

Lobberich ist weltweit die letzte Kleinstadt mit authentischem Gaslicht. Dieses Gaslicht gilt es als Alleinstellungsmerkmal für Lobberich zu erhalten.
Das ist mit neu errichteten LED-Lampen, deren äußere Hülle einer Gaslaterne ähnelt, nicht zu machen.

Bei Problemen mit der Pflege unseres kulturellen Erbes darf nicht das kulturelle Erbe selbst in Frage gestellt werden, sondern es muss eine Firma mit der Pflege beauftragt werden, die die Pflege leisten kann und will.

Bei einem Abriss der historischen Gasbeleuchtung verlöre unsere Stadt auch ein einmaliges Zeugnis aus der Expansionszeit der für Lobberich so bedeutenden Fa Niedieck, die 1887 mit ihrem Gaswerk an der Breyeller Straße die Beleuchtung der Lobbericher Straßen ermöglichte.

Das Gasnetz war damit noch vor dem Strom- oder Wassernetz ein erstes Zeichen städtischen Gepräges unserer Heimatstadt.

Der Heimatverein ruft auch andere Vereine, die sich dem Erhalt des Schönen in Lobberich verschrieben haben, auf, sich zum Gaslicht in Lobberich zu bekennen.


8. März 2017: "Gaslaternen wohl nicht mehr zu reparieren"

"Eine schwierige Geschichte“, räumt auch Norbert Dieling, Geschäftsführer der Stadtwerke Nettetal, ein.
Diese Leuchten würden seit Jahren nicht mehr hergestellt, es gebe keine Ersatzteile mehr"

(Stadt-Spiegel)

Das kann nicht unkommentiert stehen bleiben.

Über Möglichkeiten des Erhaltes und Ausbaues informiert z.B. der ProGaslicht e.V.

www.progaslicht.de - Zentrale: Bettina Grimm, <bettina.grimmprogaslicht.de>
Mitglied des Vereins vor Ort: Ralf Schmeink (Kontaktformular)
Wir unterstützen jeden, der Gaslicht erhalten oder ausbauen möchte.

Hier sind Bezugsquellen für Ersatzteile der Lobbericher Laternen:

Glühkörper (Verbrauchsmaterial)

Steuergeräte mit elektronischer Zündung (neueste Technik)

identische Laternenhüllen ("Köpfe")

Betreiber von Gaslaternen, Typ Aufsatzleuchte (wie Windmühlenweg)


28. Februar: Die Straßengemeinschaft wendet sich an den Rat der Stadt Nettetal, da sie bei den Stadtwerken seit Monaten keine Reparatur der Laternen erreichen können.

An den

Rat der Stadt Nettetal

Betreff: Gaslaternen Windmühlenweg Nettetal Lobberich

Sehr geehrte Damen und Herren,

Seit geraumer Zeit sind mehrere Straßenlaternen auf dem Windmühlenweg funktionsuntüchtig. Dies ist für die Anwohner und Nutzer des Windmühlenweg sehr unangenehm. Gerade in der dunklen Jahreszeit. Wir wissen nicht, warum diese Straßenlaternen nicht repariert werden. Wir haben den Eindruck, daß bei den Intervallwartungen die Instandsetzung nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde.
Die Anwohner lassen die privaten Außenbeleuchtungen an, um ein Minimum zu gewährleisten, was bei einer funktionierenden Srassenbeleuchtung nicht notwendig wäre.

In persönlichen Gesprächen haben sich die Anwohner des Windmühlenweg in Nettetal Lobberich haben sich für einen Erhalt der Gaslaternen als Straßenbeleuchtung ausgesprochen. Hierbei handelt es sich um ein Stück erhaltenswerte Kulturgeschichte, welche sich wunderbar in diese Allee einfügt. Der Erhalt dieses Straßenbildes mit den Gaslaternen ist von den Anwohnern gewünscht.

Wir möchten Sie lediglich bitten, die Gaslaternen als Straßenbeleuchtung fachgerecht Instand zu setzen und entsprechend zu pflegen.

Die Stadt Nettetal könnte dann mit einem Stück Kulturgeschichte touristisch werben.

Stellvertretend: Stephan Drabben

(Es werden weiter 15 Hausnummern aufgelistet - 15 Unterschriften unterstützen das Schreiben)


Die Gaslichtdiskussion hat eine Vorgeschichte - schon 2010 und 2011 wurde diskutiert, nachdem das Gaslicht an Schulzenburgweg und Brabanter Straße abgerissen wurde und die Fußgängerzone neu gestaltet wurde. => mehr


kleine Lobbericher Gasgeschichte:

vom Feuer, Licht und Energie.
zur Geschichte der Gasversorgung
Das erste Zeichen des Fortschritts (von Manfred Meis)  
Technik einst und jetzt: Vom Lantaere Pitt zu modernen Zündanlagen
Straßenbeleuchtung in Lobberich heute: eine Übersicht

Sprichwörtlich: Die Lampe an haben / Einen auf die Lampe gießen


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