Gemeindebrief

Juni/Juli 2009


Petrus sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist.

Apostelgeschichte 10,34-35 - Monatsspruch Juni

Liebe Leserinnen und Leser,

selbst Petrus musste dazulernen: Er mied Heiden, Menschen, die mit dem jüdischen Volk nichts zu tun haben wollten, wenigstens aß und trank er nicht mit ihnen gemeinsam. Denn sie hielten sich nicht an die jüdischen Gebräuche und Reinigungsriten, also waren sie unrein. Unrein für Petrus und alle anderen Juden wie ihn. Auch nachdem er längst zur Gemeinschaft der "Christen" gehörte, wie sie damals erst genannt wurden. Lukas erzählt in seinem zweiten Werk, der Apostelgeschichte, wie Petrus erst durch eine Erscheinung im Traum dazu gebracht wird zu bekennen: "Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen meiden oder unrein nennen soll." (Apg. 10,28) So wird Petrus bei Lukas noch vor Paulus zum Heidenapostel.

Fortan jedenfalls hält Petrus Tischgemeinschaft mit Juden und Heiden. Und Menschen, die sich bei einer gemeinsamen Mahlzeit begegnen, reden anders miteinander - und danach auch übereinander. Nicht zuletzt deshalb ist und war das Mahl des Herren eine wirkliche Mahlzeit. Wenn dies hin und wieder auch in unseren Kirchen wieder als eine richtige Mahlzeit gefeiert wird, so ist das sicher zu begrüßen.

Und wenn in unsere Orten auch andere Tischgemeinschaften entstehen: Zwischen Einheimischen und Saisonarbeitern und polnischen Haushaltshilfen. Oder zum Frühstück katholischer, evangelischer und muslimischer Frauen, wie jetzt schon mehrfach geschehen. Denn darauf kommt es Gott an: "dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist."

Mit den besten Grüßen

Ihr


2. Tag rheinischer Presbyter in Koblenz

Etwa 700 ehrenamtliche Mitarbeiter der Evangelischen Kirche im Rheinland sind am Samstag in Koblenz zum Zweiten Tag rheinischer Presbyter zusammengekommen. Das Treffen stand unter dem Motto "Erleuchte und bewege uns". Präses Nikolaus Schneider rief die Presbyter auf, auch in Krisenzeiten mit Gemeinden und Kirche neue Wege zu gehen. Wer Gottes Wort weiter trage, werde selbst zum "Licht- und Hoffnungszeichen", sagte der oberste Repräsentant der 2,9 Millionen evangelischer Christen beim Abschlussgottesdienst. In den Leitungsgremien der 773 Gemeinden zwischen Emmerich und Saarbrücken sind mehr als 8.500 ehrenamtliche Mitarbeiter aktiv. Mit dem Treffen in Koblenz dankte die rheinische Kirche den Presbytern für ihren Einsatz. "Die Ehrenamtlichen sind das Gerüst der Kirche", sagte Vizepräses Petra Bosse-Huber. Künftig werde alle vier Jahre nach den Presbyteriumswahlen ein Tag der Ehrenamtlichen stattfinden. Die Mischung aus Fortbildung, Dank und Wertschätzung komme gut an. In elf Foren standen die Themen Theologie, Spiritualität und das Selbstverständnis als "missionarische Volkskirche" im Zentrum der Diskussionen und Beratungen. Auch Struktur- und Leitungsfragen sowie die Personalverantwortung der Presbyterien wurden angesprochen. Den ersten rheinischen Presbytertag gab es vor vier Jahren in Bonn. Gott ermutige immer wieder, aufzubrechen und Wege der Freiheit und Verantwortung zu gehen, sagte Präses Schneider in seiner Predigt. Dabei sei nicht immer der Erfolg der Pläne garantiert. Auch der Lebensweg von Menschen, die sich Gott anvertrauen, kenne Verunsicherung, Not und Gottesferne. Doch gegen Verzagtheit und Kleinglauben stehe die Gewissheit, "dass Gott seine Menschen auch in ihren schweren Zeiten nicht verlässt".

Koblenz (epd).


Betreuungscafé im Parkstübchen, Nettetal-Hinsbeck

Am 28.04.09 fand zum ersten Mal das Betreuungscafé im Parkstübchen in Hinsbeck statt. Die Veranstaltung stand unter der Leitung der Diakonie Häuslicher Pflegedienst mit Sitz in Grefrath. Diese Einrichtung wird geleitet von Frau Felicitas Rose.

Betreut wird eine Gruppe dementiell Erkrankter von Pflegekräften und qualifizierten ehrenamtlichen Mitarbeitern. Durch das angebotene Programm wird den Besuchern bei Kaffee und Kuchen, mit Spielen, Musik und Unterhaltung eine Atmosphäre der Abwechslung geboten, die den häuslichen Alltag für ein paar Stunden vergessen lässt. Gleichzeitig gewinnen die pflegenden Angehörigen ein wenig Zeit für eigene Angelegenheiten.

Es haben bei diesem ersten Zusammentreffen nur zwei Erkrankte teilgenommen. Sie wurden integriert in die Gruppe älterer Mitbürger, die sich zur gleichen Zeit unter der Leitung von Frau Froese hier trifft.

Menschen mit Demenz erfahren in dieser Einrichtung Geborgenheit, Wertschätzung und Zuwendung durch Unterstützung ihrer individuellen Bedürfnisse und Lebensfreude durch gemeinsame Aktivitäten.

Der anfallende geringe Kostenbeitrag kann von der Pflegekasse übernommen werden.

Das Betreuungscafé ist geöffnet jeden letzten Dienstag im Monat in der Zeit von 14.00 - 17.00 Uhr (außer an Feiertagen).

Nähere Informationen und Anmeldung bei:

Diakonie Häuslicher Pflegedienst

Frau Felicitas Rose
Albert- Mooren- Allee 43
47929 Grefrath
Telefon: 02158 400950


Gewaltfrei streiten - Training vom 30.April - 3. Mai

Mit Konfirmanden des Jahrganges Gelb - also die Jungen und Mädchen, die in diesem Jahr konfirmiert wurden - hatten wir bereits ein Wochenende zu diesem Thema gestaltet. Unser Trainer, Dr. Achim Schmitz, Stuttgart, gebürtig vom Niederrhein, sollte uns auch diesmal anleiten: Damit wir, Diakon G. Witte und Pfr. Dr. Engelke selber in die Lage versetzt werden, solche Seminare durchzuführen. Dazu wurden Übungen mit theoretischen Teilen verbunden, aber vor allem immer wieder kleine Szenen erprobt und reflektiert. Am Ende der gemeinsamen dreieinhalb Tage hatten wir soviele Ideen und Erfahrungen, dass es uns wohl gelingen wird die nächste Rüstzeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden zu diesem Thema selber spannend und anschaulich zu gestalten. Ein großes Dankeschön an den Trainer! mE


Polen am Niederrhein - Männerkreis in Aktion

Niederrheinischer Spargel und die Erdbeeren finden nicht von selbst den Weg zum Verkaufsstand. Das können sie nur dank der Arbeit polnischer Saisonarbeiter. In diesem Jahr bereits zum dritten Mal hatte der Männerkreis zu einem gemeinsamen leckeren Grillabend nach Hinsbeck eingeladen. Über 20 Männer und Frauen kamen. Auch der Kreis "Frauen laden Frauen ein" war gekommen. An verschiedenen Tischen konnten wir dank der Übersetzungshilfen miteinander erzählen und uns austauschen. Einige Gesichter und Namen kamen einander sogar schon bekannt vor. Das nächste Treffen wird am 11. August um 19.30 Uhr in Lobberich sein. mE


Praktizierte Diakonische Kompetenz der Gemeinde

Sie arbeiten in den Wohnungen und Häusern rund um die Uhr, zwei lange Monate lang, reisen zurück in ihre Heimat, haben wenig Kontakt zu Menschen ihrer Muttersprache und nicht selten nicht mal einen Tag in der Woche frei. Die Rede ist von Haushaltshilfen bei alten pflegebedürftigen Menschen in unserer Gemeinde. Im Mai fand bereits im dritten Jahr ein Treffen mit ihnen statt. Durch Mundpropaganda ging die Einladung in verschiedene Häuser, so dass 8 polnische Haushaltshilfen und drei aus unserer Gemeinde mit ihnen an einem schön geschmückten Tisch vereint zusammen saßen - hier konnten sich die Haushaltshilfen einmal so richtig verwöhnen lassen. mE


Radfreizeit für Erwachsene vom 13. bis 19.04.09

"Auf dem Mönchsweg von Glückstadt bis Fehmarn"

...radeln - Natur erleben - neue Kontakte - radeln - gute Gespräche - radeln - Kirchen - radeln - gegen den Wind - Stille - Berg auf u. Berg ab - radeln - in Gedanken - schöne Pausen - besinnliche Momente - radeln - Picknick im Klosterhof u. vieles mehr mit einem Ziel vor Augen...
Reisen: Altbekanntes zurücklassen - unterwegs von Ort zu Ort - weitet den Horizont

Die Mischung macht`s:

  • Freude an vielen Kilometern gemeinsamen Radfahrens, auch wenn der Gegenwind an den Kräften zerrt...
  • die wunderschöne Landschaft Schleswig-Holsteins entlang des Mönchswegs
  • das strahlend gute Wetter an der strahlend blauen Ostsee
  • das Rundum-Sorglos-Paket dank guter Vorbereitung.............

... immer wieder der beste Urlaub:

Radfahren mit anderen!

Das Radfahrteam:

Brigitte Heitzer, Angelika Fillfil, Rudi Gogolin Ute Hohlweger, Sabine + Andreas Holst, Angelika + Gerd Witte


Ein Halbjahresrückblick in Stichworten

Und noch kürzer:

spannende Bericht und eindrückliche Erfahrungen:


40 Jahre evangelische Kirche Hinsbeck

Die evangelische Kirche in Hinsbeck feierte am 29. März 2009 ihren 40. Geburtstag. (siehe auch Impulse Febr./März 09). Aus diesem Anlass hat unser Pfarrer, Dr.M.Engelke, einen Jubiläumsgottesdienst mit den anwesenden Gemeindegliedern und Gästen aus Lobberich und Hinsbeck gefeiert. Vor ca. 145 Gottesdienstbesuchern wählte er als Predigttext Johannes 17, 1-8. In seiner Einführung sagte er u.a.:" warum sollen wir nicht auch schon anlässlich des 40ig-Jährigen Gott dafür danken, dass wir hier soviel erleben und feiern durften......". Es war eine begeisternde Predigt.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatte die Frauenhilfe zum Mittagessen geladen, das gemeinsam (ca. 90 Personen) in den Gemeinderäumen eingenommen wurde.

Gegen 14.00 Uhr gab es Jazz in der Kirche, gespielt von dem Ruppelt-Quartett. Es war eine mitreißende Musik, die wohl so nicht erwartet worden war. Folgerichtig war der Applaus der ca. 70 Zuhörer groß. Unterbrochen wurde der musikalische Genuss durch Kaffee und Kuchen, der von engagierten Gemeindegliedern vorbereitet und serviert wurde.

So endete eine rund herum gelungene Jubiläumsfeier gegen 17.00 Uhr. W.N

Nachtrag  Impulse 4/2009

Es wurde leider vergessen, die gekonnte Be-gleitung des Lobbericher Kirchen-und Gemeindechores unter der Leitung seines engagierten Dirigenten Ulli Windbergs zu erwähnen. Die Darbietungen trugen wesentlich zum Gelingen des Festgottesdienstes bei.


Einladung zum Tag in der Gemeinde

mit Faten Mukarker: Leben zwischen Grenzen

Eine christliche Palästinenserin berichtet vom Leben in Bethlehem und Beit Jala

Aufgewachsen in Deutschland, lebt Faten Mukarker nach ihrer Hochzeit mit ihrer Familie in Beit Jala, einem Nachbardorf von Bethlehem.

Als christliche Palästinenserin erzählt sie vom Alltag zwischen religiösen und nationalen Grenzen.

Die einzige Chance für die Zukunft der Region sieht sie in einer Friedens- und Versöhnungsbereitschaft.

Seit Pilger und Touristen, die sie in ihr Haus einlud, ausblieben, kommt sie vermehrt zu Vorträgen und Gesprächen nach Deutschland.

veranstaltet vom Friedens-und Versöhnungsgebet im evangelischen Gemeindehaus Lobberich


Übersicht Gemeindebriefe

Übersicht evangelische Kirchengemeinde Lobberich - Hinsbeck


Gästebuch

home

Kontakt

virtuelle Postkarten


Impressum - Datenschutzerklärung