GemeindebriefFebruar/März 2009 |
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3. Mose 19,18 - Monatsspruch März
Liebe Gemeinde,
im Alten Testament gibt es nicht nur die bekannten 10 Weisungen /Gebote; es gibt auch eine Reihe im 3. Buch Mose Kaptiel 19, genannt "Heiligkeitsgesetz". Daraus einige Verse:
Hieraus stammt die Entdeckung Jesu: Zusammen mit dem Gebot der Liebe zu Gott trägt das doppelte Liebesgebot "das Gesetz und die Propheten" (Mt 22,40).
"Nächster" - nicht einfach die Menschheit und alles bleibt wie es ist.
"Nächster" - nicht der, den ich dazu bestimme, wen ich an mich heranlasse.
"Nächster" - das ist: wer mir begegnet, wann und warum und wie auch immer.
In dieser Begegnung begegnet mir Gott - oder ich versage mich ihm.
Bis zur nächsten Begegnung -
mit besten Grüßen
Ihr
Am Mittwoch, dem 3. Dezember, lud Pfarrer Dr. Engelke traditionsgemäß zur Senioren-Adventsfeier ein und unser Gemeindehaus war bis auf den letzten Platz besetzt. Es wurde viel gesungen, erzählt und gelacht.
Nach der Begrüßung durch unseren Pfarrer eröffneten die Kinder der Kita "Löwenzahn" das vielseitige Programm mit einem bezaubernden Reigen aus Weihnachtsliedern und ernteten viel Beifall vom Publikum.
Anschließend sorgte der Flötenkreis für eine besinnliche Weihnachtsstimmung. Ein lustiger Sketsch, vorgetragen u.a. von Ehepaar Muhr und Frau Fiebig, brachte alle herzlich zum Lachen.
Weiter ging es im Programm mit Gedichten, die Herr Reuschel aus seinem eigenen Gedichtband vortrug und damit die Zuhörer in seinen Bann zog.
Zahlreiche Frauen aus der Gemeinde sorgten auf liebevolle Weise für das leibliche Wohl der Besucher und überhaupt das ganze "Drumherum"! Selbstverständlich gab es auch in diesem Jahr wieder selbstgebackenen Kuchen.
Den vielen Mitarbeitern und Herrn Pfarrer Engelke sei hiermit herzlich gedankt für die festlich gestalteten Stunden an diesem schönen Nachmittag im Advent.
Waltraut Breitwieser
Nach dem 2. Weltkrieg brachte der Flüchtlingsstrom aus dem Osten vorwiegend evangelische Familien nach Hinsbeck. Zusammen mit Lobberich und Breyell bildete Hinsbeck damals eine Kirchengemeinde, die seit 1946 von Pfarrer Paul-Wilhelm Schmidt betreut wurde.
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Die Zahl der Evangelischen in Hinsbeck wuchs, ebenso auch der Wunsch nach einer eigenen Kirche. In 1966 gab das Presbyterium einstimmig grünes Licht für einen Kirchenneubau. Und am 1. Oktober 1967 wurde mit der Bau begonnen. Der Architekt Walter Froneberg wählte die Form eines Zeltes, dessen Dach sich bis fast auf die Erde erstreckt. Palmsonntag, 30. März 1969 wurde die neue Kirche mit einem Festgottesdienst eingeweiht von Pfarrer Schmidt. Sein Wunsch zur neuen Kirche war: "Möge Gott es uns ins Herz geben, dieses Haus als eine Heimat an-zusehen". Und viele Gruppen haben seitdem ein Zuhause in der Kirche gefunden: Frauenhilfe, Jungschar, Senfkorn, Kinder-krabbelgruppe, Kinderkirche, usw. Viele Taufen, Trauungen und Beerdigungen fanden statt, aber auch Gottesdienste, Andachten und Ostern-und Weihnachtsfeiern. Die Gemeinde hofft auf noch viele, viele Jahre mehr, dass diese Kirche ein Mittelpunkt ist und bleibt für die evangelischen Menschen in Hinsbeck. |
Aus diesem Anlass wird am Sonntag den 29.März 2009 ein Jubiläumsgottesdienst gefeiert. Dazu sind alle Gemeindeglieder aus Lobberich und Hinsbeck herzlichst eingeladen.
P.M.
In der letzten Oktoberwoche 2008 fand die schon zur Tradition gewordene gemeinsame Freizeit mit unserer Partnergemeinde Altdöbern statt. Ziel der Begegnung war in diesem Jahr Herrnhut in der Oberlausitz, die südöstlichste Landschaft Deutschlands. Nach ca. 8 Stunden Fahrt trafen wir in Cunewalde ein, unserem ersten vereinbarten Treffpunkt.. Dort wurden wir bereits von den Altdöberanern mit Kaffee und Kuchen empfangen. Nach dem Besuch der größten Dorfkirche Deutschlands in Cunewalde mit 2.500 Sitzplätzen fuhren
wir gemeinsam in den ca. 30 km entfernten Ort Herrnhut, wo wir im Tagungs- und Erholungsheim Herrnhut, ein Haus der evangelischen Brüder-Unität Herrnhuter Brüdergemeine, eine hervorragende Unterkunft vorgefunden haben.
Von dort aus starteten wir in den nächsten 4 Tagen ein umfangreiches Besichtigungsprogramm mit Andachten und Gottesdiensten in den verschiedenen Kirchen. Nach dem gemeinsamen Abendessen gab es zum Tagesausklang in gemütlicher Runde viele Gelegenheiten für persönliche Gespräche.
Unser Dank für unvergessliche Tage gilt den Altdöberanern, die uns, wie immer, einen herzlichen Empfang bereitet und mit viel Liebe und Mühe uns die wunderschöne Oberlausitz gezeigt haben.
Mit Freude sehen wir unserer nächsten Begegnung im Jahre 2009 auf dem Kirchentag in Bremen entgegen.
H.K.
Ein wirklich schönes Weihnachtsgeschenk - wenn auch schon einge Wochen zuvor - machte die Stiftung der Sparkasse Krefeld, Zweigstelle Nettetal, der Segelgruppe "ICHTHYS".
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Im Sommer, gerade an dem Tag an dem die "Hakuna Matata" aus dem Wasser und für die Sommersegelfreizeit fertig gemacht werden sollte, führte eine verkantete Trailerrolle zu einem Loch im Unterwasserschiff unseres ersten eigenen Bootes. 30 Jahre alt und 10 Jahre in unserem Besitz. Nach einigen Diskussionen und realistischem Blick war aber dennoch bald klar, dass wir mit einer Reperatur überfordert wären. Viele Erinnerungen sind mit der Hakuna verbunden und viele Geschichten - so z.B. die von Felix, Axel und der Kenterung in Gaastmeer die zum "krummen" Mast führte - können all die erzählen, die auf diesem Boot das Segeln gelernt haben. |
Ein neues Boot (natürlich auch wieder gebraucht) muss in diesem Jahr angeschafft werden, damit die Segelarbeit weitergehen kann. Ein Grundstock an Geld war ist in den letzten Jahren durch Aktionen und Spenden zusammengekommen - aber leider doch nicht genug. So freut es uns, das die Sparkassenstiftung die Anschaffung eines neuen (gebrauchten) Segelbootes mit 3000 Euro unterstützen möchte und so die Kontinunität der Arbeit sicherstellt. Ein herzliches "Dankeschön" also an die Damen und Herren, die diese Entscheidung getroffen haben.
Geplant ist die Anschaffung im Frühjahr diesen Jahres und sicher wird es beim Zuwasserlassen auch ein entsprechendes Fest dazu geben.
G.W.
P.S.: Sollten Sie Interesse an der Hakuna Matata haben oder jemanden kennen, der jemanden kennt.....dann melden Sie sich doch bitte bei: Diakon Gerd Witte, Steegerstr. 39, Tel.: 02153/912373, E-Mail: evjlob@web.de
Im November war es mal wieder so weit... - Zeit für einen Ausflug!
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Die Jungscharler und die Konfi´s der Gruppe blau machten sich auf den Weg - diesmal per Bahn - und obwohl es kaum zu glauben scheint war es tatsächlich für einige die erste Bahnfahrt ihres Lebens - ins Sealife nach Oberhausen! Auf vielen Metern Fußweg ging es von der Quelle eines Flusses bis hin zu den Tiefen der Ozeane - immer die Lebenswelt im Wasser vor Augen. Forellen, Krebse, Seesterne, Aale, Haie, Fische aus fernen Ländern in entsprechend hergerichteten und gestalteten Aquarien. Das Highlight ist sicher der Glastunnel - mitten im "Meer". Haie und riesige Schildkröten, Flundern und Rochen - alles um einen herum. Ob das dicke Glas wirklich halten wird - es wird! Zeit Pause zu machen und die mitgebrachten Brote zu essen. |
Am Ende ging es für die Kinder dann noch ein wenig zum Spielen und Toben ins Pitratenschiff und für die Erwachsenen auf eine Tasse Kaffee ins Café.
Na und wenn man schon mal da ist - ja, dann schauen wir natürlich auch mal kurz im "CentrO" vorbei oder auf dem Weihnachtsmarkt - schauen wie Bonbons gemacht oder Glas geblasen wird.....
Ein spannender und erlebnisreicher Tag geht zu Ende! - schade, aber toll war´s!
Mein Dank gilt Fam. Goltz, Fr. Dargel, Hr. Gacem und Tim, ohne deren Hilfe und Unterstützung dieser Ausflug nicht möglich gewesen wäre!
G.W.
Wie dem Adel, so kommt auch der Geistlichkeit - beide pflegte Theodor Fontane (1819-1898) nicht selten in einem Atemzug zu nennen - in seinem Werk eine besondere Rolle zu. Ihr begegnete er in den Kreisen, in denen er verkehrte, vor allem aber in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Wie unter-schiedlich auch immer die Pfarrergestalten sein mochten, bei denen er vorsprach, und wie gegensätzlich sein Urteil über sie gelegentlich ausfallen mochte - alles in allem überwog doch seine Sympathie und Wertschätzung für die geistlichen Hir-ten in ihren oft idyllisch anmutenden stillen Pfarrhäusern. Gewiß führte ihm auch bisweilen der Zorn die Feder, der ihm von "Pastoren-Unverschämtheit" und "selbstischen Brutalitäten dieser unseligen Menschenklasse" sprechen ließ (an seine Frau am 17.7.1888) und von der "Schlechtigkeit" der "schweifwedelnden Pfaffen (die immer an der Spitze sind)".
Seine Kritik richtet sich gegen die Intoleranz und Unbeweglichkeit der preußisch-protestantischem Orthodoxie und deren allzu große Staatsnähe im Bündnis von Thron und Altar, die sich allen neuzeitlichen Veränderungen entgegenstellte und die Nation heiligspreche. Dabei vergaß er nicht, daß die Landpastoren durch das Kirchenpatronat der Gutsherren in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis zu diesen standen. Dennoch wußte Fontane die Pfarrhäuser, vor allem in ihrer geis-tig-kulturellen Bedeutung, den Herrenhäusern weit überlegen und hob ihre Funktion als Ort der Musen und Kultur in der Kargheit und Armut der Mark Branden-burg hervor. Dabei zeigte er sich mit eingebunden in die idealisierende Sichtweise des Pfarrhauses als idyllischer Ort einer auch von Goethe beeinflußten literari-schen Tradition. Von Einzelfällen abgesehen habe es "Unduldsamkeit" unter seinen "Geliebtesten", den "Landpfarrern", nicht gegeben, wie er in seinem Schlußwort zu Spreeland formulierte. Niemals vergaß Fontane den Landgeistli-chen, daß ihm "aus ihren Reihen" für seine Wanderungen seine "recht eigentli-chen Mitarbeiter erwuchsen".
Auch in seinen Romanen treten Pfarrer häufig als handelnde Personen auf, und zwar in sehr unterschiedlicher Beleuchtung, mögen sie Gigas (Grete Minde), Sörgel (Ellernklipp), Seidentopf (Vor dem Sturm), Eccelius (Unterm Birnbaum), Siebenhaar (Quitt), Dörfel (Cécile) oder Schwarzkoppen (Unwiederbringlich) heißen. So finden sich neben schlichten und glaubensstarken Dienern am Wort kar-rierebewußte, aber auch durchschnittliche und selbstbezogene Amtsinhaber orthodoxer und liberaler Prägung.
Weit entfernt von aller Orthodoxie bewährt sich in Effi Briest der alte Niemeyer, dem das Menschlich-Christliche näher steht als das Kirchlich-Überlieferte und das "Zeug" habe, "an den Dom berufen zu werden". "Nur ganz wenigen ist es gegeben, einem den Himmel aufzuschließen", bilanzierte der vierundsiebzigjährige Theodor Fontane.
Unter allen den Pastoren im Werk Theodor Fontanes kommt dem sozialreformerisch gesinnten Pastor Lorenzen im Alterswerk Der Stechlin ein besonderer Stellenwert zu. Er vertritt einen christlichen Sozialismus, unternimmt "Ritte ins Bebelsche", wie Dubslav von Stechlin sagt, und unterscheidet sich dadurch von der Glaubensstarre seiner Amtsbrüder, besonders vom gesellschaftlich gewandten, systembejahenden Superintendenten Koseleger. Damit ist Lorenzen das Sprachrohr Fontanes.
Diesen großen Roman, welcher eins meiner Lieblingsbücher ist, bezeichnet der Schriftsteller Peter Härtling als "Das Buch meines Lebens". Er wünscht sich als Nachruf den Satz, mit dem der Pastor die Grabrede für Dubslav von Stechlin schließt: "Er war das Beste, was wir sein können, ein Mann und ein Kind".
HANS K. MATUSSEK
Fortsetzung folgt
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