Gemeindebrief

August/September 2008


Konfis unterm Regenbogen

Die Konfirmandenarbeit schreitet fort. Nachdem wir 2007 das neue Konzept "gemeinsam unter'm Regenbogen" eingeführt haben, wollen wir in diesem Jahr die Arbeit in den beiden Konfi-Kursen Grün und Orange weiter ausgestalten.

In der Konfi-Gruppe Grün (6. Schuljahr), dienstags von 17.00 bis 19.00 Uhr, möchten wir verschiedene Gruppen anbieten, die in den jeweiligen Schwerpunkten immer auch biblische Texte, die damit in Verbindung stehen, den Jungen und Mädchen nahe bringen. Die Schwerpunkte sind: Kochen, Garten, Werken und Gestalten, Musik, Segeln, Tiere in Zusammenarbeit mit diakonischen Einrichtungen.

In der Konfi-Gruppe Orange (8. Schuljahr), donnerstags von 17.00 bis 19.00 Uhr wird ein biblisches Theaterstück vorbereitet. Die Schwerpunkte der Gruppen sind: Musik, Tanz, Technik, Kulisse, Kostüme, Schauspiel, Marketing.

Für diese Schwerpunktgruppen suchen wir Verantwortliche, die in diesen Schwerpunktgruppen die jungen Menschen begleiten und anleiten.

Es handelt sich dabei um den Zeitraum - den Dezember, ausgenommen - von Oktober 2008 bis März 2009 (ca. 16 Treffen).

Interessenten melden sich bitte bei Herrn Diakon Witte (91 23 73) oder bei Pfarrer Dr. Engelke (25 39). mE


"Abendmahl" ein Konfi-Tag der Gruppe gelb

Der erste Konfi-Tag der Gruppe gelb - am Samstag, den 17. Mai 2008 von 14.00 bis 17.00 Uhr im Gemeindehaus in Lobberich mit anschließendem Gottesdienst um 18.00 Uhr im Luthersaal zusammen mit den Eltern - war eine neue Erfahrung für die angehenden Konfirmanden des Jahrgangs 2009. Auch die Gemeinde war hierzu herzlich eingeladen. Für Lobberich war das der Gottesdienst für dieses Wochenende. Nach einer kurzen Vorstellung und einem Einführungsspiel der Konfirmanden zusammen mit Herrn Diakon Witte, Herrn Pfr. Dr. Engelke, Frau Liliane Schmidt, Frau Prikulis und Frau Schneider wurden kleine Gruppen gebildet. In der Gruppe mit Herrn Diakon Witte wurde das Passah-Fest erklärt. Auf einer Decke lag ungesäuertes Brot, ein Stück Fleisch (Symbol für das Lamm) und Trauben. Denn Jesus war Jude und feierte das Passah-Fest. Die Gruppe um Liliane Schmidt sprach über das "Teilen" - das Brot wird zum Abendmahl geteilt und Pfarrer Dr. Engelke erklärte seiner Gruppe den Altarbereich. In der Bibel auf dem Altar wurde die Textstelle "Das letzte Abendmahl" herausgesucht und besprochen.

Die Gruppe um Frau Schneider, unserer Küsterin, läutet in der Sakristei die Glocken. Frau Prikulis und Frau Schneider hatten verschiedene Brotteige vorbereitet und die Gruppen durften dazu ein Kreuz flechten sowie kleine Brötchen mit Sesam oder Mohn formen. Dieses Brot wurde dann im Gottesdienst als Abendmahlsbrot gereicht. Nachdem alle Gruppen durchlaufen waren, wurde ein Abschlusskreis gebildet und nach einer kurzen Umbauphase des Luthersaals der Gottesdienstraum hergerichtet. Einige Mädchen hatten Blumen für den Altar gepflückt und in Vasen arrangiert. Dazu lag das frische Brot in Form eines Kreuzes duftend auf dem Altar.

Nun kamen auch schon die Eltern der Konfis (es war mittlerweile 18.00 Uhr) und der Luthersaal füllte sich mit Gemeindegliedern und Presbytern. Pfarrer Dr. Engelke sprach über das Abendmahl, welches diese Konfis heute zum ersten Mal feiern durften. Zuvor wurde einem Mädchen die Füße gewaschen, um den Konfis zu zeigen, wie Abendmahl zu Jesus Zeiten gefeiert wurde. Es war sicherlich ein aufregender Tag für die Konfis - vieles ungewohnt, vieles neu aber mit Sicherheit ein ganz anderer Samstag im Mai 2008 wie er sonst bei jedem Einzelnen der anwesenden Personen verlaufen wäre. Hoffentlich gibt es noch viele solcher "Etwas anderen Samstagnachmittage". G.P.


"Mit Gott auf Du und Du" ein Konfi-Tag der Gruppe blau

In fast allen Räumen im Gemeindehaus, rauchten die Köpfte, wurden die Buntstifte und Wachsmaler gespitzt, wurde gedacht, versucht, verworfen und wieder neu versucht.

Am Anfang aber wurde natürlich erst einmal gemeinsam gespielt und gesungen.

"Gott ist für mich wie..." oder "Ich stelle mir Gott vor als..." das waren die ersten Überschriften zu denen die Konfi´s der Gruppe Blau (die Gruppe Blau sind die Fünftklässler) in Einzelarbeit ihre Ideen und Vorstellungen in Bildform zu Papier bringen sollten.

Sehr interessante Bilder und gelungene Zeichnungen entstanden.

Nach einer kurzen Pause ging es in die nächste Runde. Menschen in der Bibel sind auch auf der Suche nach Bildern und Beschreibungen für Gott. Die Konfi´s zogen sich jeweils einen Zettel mit einem biblischen Bild, einer Beschreibung für Gott und wieder wurde versucht das gelesene in Bildform wieder zu geben.

Schnell ergaben sich Gespräche zu biblischen Texten, Nachfragen, Verständnisfragen. Schwierig häufig zu malen - "Gott das Wort" z.B.

Eine tolle und bunte Sammlung entstand und die Zeit beim gemeinsamen Betrachten und Reden verging wie im nu.

Am Ende waren alle Bilder aufgeklebt und bildeten so ein großes Schachbrettmuster.

"Gott ist für mich..." das war dann auch das Thema des Gottesdienstes am Abend, zu dem auch recht viel Gemeinde kam, was nicht nur die Konfi´s sehr freute.

Wie gut, das einige der Konfí´s in der Pause vor dem Gottesdienst mit Fr. Schneider und Alexei noch Obstsalat und Quarkspeise gemacht hatten - so konnten wir gemeinsam mit den Eltern nach dem Gottesdienst noch bei Würstchen und Kartoffelsalat und Nachtisch zusammenbleiben, essen und erzählen. Wie gut auch, das Kristina, Jessica und Tim sich Spiele überlegt hatten. Fam. Vorrink und Fr. Gormans haben hier und da geholfen. Auch Frau Radmacher als Presbyterin war in der Gruppenarbeit mit dabei.

Ein wirklich schöner, hoch interessanter, und durch viele helfende Hände bunter Konfi-Tag, von denen es ruhig noch mehr geben kann.

G.W.


Tagesausflug der Frauenhilfe Lobberich ins Kloster STEYL

Die Frauenhilfe Lobberich hat ihren Jahresausflug ins Kloster Steyl am 18. Juni 2008 gemacht. Das Busunternehmen Pelmter holte zuerst die Damen am Parkstübchen mit ihrer Betreuerin, Frau Froese und unserem Presbyter Herrn Lüpke, ab. Die Frauenhilfe wurde am Gemeindehaus in Lobberich zusammen mit Pfarrer Dr. Engelke und Frau abgeholt. In froher Runde ging es dann nach STEYL.

Bei schönem Wetter kam die Gruppe nach einer halben Stunde in STEYL an. Schwester Barbara führte uns zuerst in die Unterkirche und nach einer kurzen Einführung über Arnold Jansen besuchten wir die Oberkirche. Leider konnten nicht alle Damen daran teilnehmen, da die Treppen zur Oberkirche ein unüberwindbares Hindernis waren. Danach besichtigten wir die Grotte und das Museum.

Nach Übersetzen mit der Fähre über die Maas gab es eine wohlverdiente Ruhepause bei Kaffee und Kuchen in einem nahe gelegenen Cafe. Anschließend ging's mit der Fähre und dem Bus wieder zurück. Für alle war es ein schöner und abwechslungsreicher Nachmittag, eben einmal anders als sonst. G.P.


Tagesausflug der Frauenhilfe Hinsbeck nach Tongeren

Die Frauenhilfe Hinsbeck fuhr am 25. Juni 2008 mit dem Bus nach Tongeren/Belgien. Sie ist die älteste Stadt Belgiens. In strömenden Regen traten wir unsere Reise an. Die Begrüßung erfolgte durch Frau Loseries mit einem Gedicht. Frau Sitzler erklärte uns, dass wir heute das belgische und das niederländische Limburg besuchen werden. In Tongeren besichtigten wir Onze-Lieve-Vrouw-Basilika. Sie wurde

in der heutigen Form 1240 -1541 erbaut. Alle 7 Jahren wird eine große Prozession gehalten mit dem Muttergottesbildnis, das als wundertätig betrachtet wird. (Nächste Prozession Juli 2009). Danach gab es einen Stadtbummel, der uns den Begijnhof aus dem 13. Jhd. zeigte. Beginen hießen i. d. Quelle des 12. bis 14. Jhd. die Mitglieder der Collegia Beguinarum. Hierbei handelt es sich um eine religiöse Gemeinschaft, welche zwischen Ordengemeinschaft und Laien angesiedelt waren. Die Beginen lebten in so genannten Beginenhöfen. Jede Gemeinschaft war souverän u. selbständig. Sie legten nur ein Gelübde auf Zeit ab, dass i. d. Regel jährlich erneuert wurde. Es war gestattet aus der Gemeinschaft auszutreten, das Vermögen mitzunehmen, zu heiraten und ein bürgerl. Leben zu führen.

Nun ging es weiter nach Alden Biesen. Die Landkommende Alden Biesen in Bilzen wurde durch den Deutschen Ritterorden gegründet. Heute ist der Schlosskomplex, welches wir besuchten, ein Kulturzentrum der flämischen Gemeinschaft. Im Anschluss an das

Mittagessen, hatten wir Gelegenheit den wunderschönen Garten im frz. Stil zu besichtigen.

Zum Schluss besuchten wir noch Thorn, "die weiße Stadt". Es ist ein niederl. Dorf und war eine Gemeinde in der Provinz Limburg. Im 10. Jhd. wurde eine Abtei gegründet. Hieraus entstand ein weltl. Stift, ein Orden ohne Gelübde, der nur reiche Damen aus dem Hochadel offenstand, die dort eine gute Erziehung erhielten. Die ganze Altstadt ist mit Steinen aus der Maas gepflastert, angebl., um die kostbaren Röcke der Stiftsdamen nicht unnötig dem Straßenschmutz auszusetzen. Es war ein unvergesslicher und erlebnisreicher Tag. G.P.


Sammlung ausländischer Münzen

Die Zeit des Sommerurlaubs neigt sich dem Ende zu. Viele Gemeindeglieder waren im Ausland und haben einige ausländische Münzen oder Banknoten mitgebracht.

Im Auftrag des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche im Rheinland sammelt das Landeskirchenamt Düsseldorf dieses Geld, lässt es in einer Behinderteneinrichtung sortieren und verkauft es dann. Der Erlös findet in voller Höhe Verwendung für soziale Projekte  des Diakonischen Werkes in Rumänien. Bitte helfen Sie mit. Danke!


"Gitarren-Treff " mit Frau Moortz

An jedem 3. Freitag im Monat um 16.00 Uhr treffen wir uns in der Ev. Kirche in Lobberich mit unseren Gitarren. Wer gerne mal in der Gruppe Gitarre spielen möchte, (egal ob Anfänger oder Profi), ist herzlich eingeladen.

Unsere nächsten Termine: 18.07.2008, 15.08.2008 und am 19.09.2008.

Es freut sich auf Sie Frau R. Moortz! Tel.-Nr.: 0 21 53/81 39


"Gott für die Menschenrechte"


GEPA Fairer Handel hier bei uns Donnerstags im Café Vielfalt

Jeden Tag wandern unzählige Waren aus aller Welt in unseren Einkaufswagen. Bei vielen wissen wir nicht, wie und wo sie hergestellt werden. Ab und zu lesen wir davon, dass die Bauern in Afrika, Asien oder Lateinamerika nicht genug für ihren Kakao oder Zuker bekommen, um damit anständig leben und ihre Kinder in die Schule schicken zu können. Durch den Kauf von fair gehandelten Waren hast du die Chance, zu etwas mehr Fairness im Welthandel beizutragen.

Bei Rückfragen bitte an Frau Föllner wenden. Tel.:0 21 53 / 66 40


Die Pastoren und die Literatur - Folge 2

Es gibt leider noch kein Buch über den Pfarrer in der deutschen Literatur, in dem Thomas Mann ein Ehrenplatz zukommen würde. Es ist schon großartig, wie er es fertigbringt, den "Verfall einer Familie", also der "Buddenbrooks", nicht nur durch eine Beschreibung der Hauptpersonen, sondern auch ganz besonders der ihnen zugeordneten "geistlichen Herren" zu schildern. Da lesen wir zu Beginn: "… Paladin des plattdeutsch/französisch sprechenden Johann senior, mit seinem Spitzenjabot und der Freigeistgesinnung …" Da steht am Anfang Pastor Wunderlich, der seinem Bruder im Geist bis ins Wortwörtliche hinein gleicht: gepudertes Haar beide, hier ein "rundes wohlmeinendes", dort ein "behagliches lustiges Gesicht", und gleich auch bei beiden die humane, akkurate Art, sich zu geben, und vor allem, zu reden: "Pastor Wunderlich … sprach, den Kopf ein wenig zu Seite geneigt, ein feines und spaßhaftes Lächeln auf seinem weißen Gesicht und die freie Hand in zierlichen kleinen Gesten bewegend, in dem freien und behaglichen Plauderton, den er auch auf der Kanzel innezuhalten liebte "… und wohlan, so lassen Sie sich denn belieben, meine wackeren Freunde, ein Glas dieses artigen Tropfens mit mir zu leeren auf die Wohlfahrt unserer vielgeehrten Wirte in ihrem neuen, so prächtigen Heim."

Wie anders da Nachfolger Kölling, der Gefährte jenes jüngeren Johann, den es nicht kümmert, sich auf der Kanzel gehenzulassen - Kölling, ein "robuster Mann mit dickem Kopf und derber Redeweise, der in St. Marien gegen die Wollüstigen, Fresser und Säufer zu Felde zieht: "Dies war sein Ausdruck, obgleich manche Leute, die sich der Diskretion des jüngst Verstorbenen alten Wunderlich erinnerten, die Köpfe schüttelten." In Köllings Figur verbinden sich geistlicher und weltlicher Machtbereich zu untrennbarer Einheit: Wenn der Konsul seine Tochter Antonie in die Arme des christlich drauflosschwadronierenden Bankrotteurs treibt, so tut Kölling, unter den Himmeln in St. Marien, das seine dazu, indem er eines Sonntags, "mit starken Worten", wie der Autor betont über den Text redete, in dem es hieß, dass das Weib, Vater und Mutter verlassend, dem Manne nachfolgen müsse … Ein jugendliches, ein noch kindliches Weib, verkündet er, das noch … keine eigene Einsicht besitze und dennoch den liebevollen Ratschlüssen der Eltern sich widersetze, das sei strafbar, das wolle der Herr ausspeien aus seinem Munde … und bei dieser Wendung, welche zu denen gehörte, für die Pastor Kölling schwärmte und die er mit Begeisterung vorbrachte traf Tony … ein durchdringender Blick aus seinen Augen, der von einer furchtbaren Armbewegung begleitet war."

HANS K. MATUSSEK

Folge 3


Neues aus dem Presbyterium

Auswertung der Umfrage zur Gestaltung des Gottes- Dienst-Raumes in Lobberich.

Die Umfrage ergab mit 26 : 22 Stimmen eine knappe Mehrheit für die alte Sitzordnung. Dabei spielte häufig die Frage eine Rolle, ob/dass Altar und Kreuz zusammengehören. Es werden theologische Gründe für die verschiedenen Gestaltungsformen von Kirchen angesprochen. Über die möglichen Positionen des Kreuzes wird beraten, ebenso verschiedene Sitzformen sowie anderer Anordnungen des Altars.

Nach längerer Aussprache entschließen sich die Anwesenden, den Kompromiss-Vorschlag des früheren Ausschusses zu übernehmen:


Taufen

Jennifer Waimer, Daniel Stefan Schmitz, Frieder Banzhaf, Anna Kurz, Lina Zschommler, Luis Kamperhoff, Louis Reese Philipp Tobias Zohlen, Bastian Reese

Trauungen

Martina Evarista geb. Michels und Domenico Frank Evarista

Beerdigungen

Elise Busch, geb. Schürch 98 Jahre
Günter Buckenhüskes 79 Jahre
Herta Wegner, geb. Gohr 95 Jahre
Max Georg Scharfe 92 Jahre
Klara Maureen Schaub
Hans Bongartz 71 Jahre
Ursula Mülleneisen, geb. Schertz 85 Jahre
Irmgard Jansen-Elbers geb. Quitschler 81 Jahre


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