Gemeindebrief

April/Mai 2008


Aus der Gemeinde

Jubiläum

Wir können feiern - rund, schön, bunt, lang, herzlich! Der Festausschuss bedankt sich bei allen, die an den vielfältigen Angeboten für unser Kirchenjubiläum mitgewirkt haben:

Sei es beim Vorbereiten der Ausstellung, durch Leihgaben, durch ihre Beiträge für die Eröffnung der Ausstellung 50 Jahre Kirchbau, 10 Jahre ev. Jugendarbeit 1958-68 und ev. Jugendarbeit heute, durch fleißiges Kuchenbacken -Anmerkung für die Elternschaft der Kindertagesstätte: Die 25 bestellten Kuchen waren der Renner am Samstagnachmittag, so schnell war selten ein Kuchenbuffet so "geplündert", danke!!-, sei es durch unermüdliches Spülen, Aufräumen, Stühle schieben, Gäste begrüßen und begleiten, durch Singen und Musizieren im Festgottesdienst und bei unserm bunten Kirchen-Musik-Cafè am Abend, beim Basteln der Kirche mit den Kindern im Kindergottesdienst, beim lustigen, wenn auch nicht so gut besuchten Familienquiz, beim Sorgen fürs leibliche Wohl während des Konfi-Cups in der Sporthalle, sei es durchs Teilnehmen an den vielfältigen Veranstaltungen...

Die Aufgaben, die wir jetzt nicht genannt haben, verstecken sich hinter den...!

Wir vom Festausschuss haben über zwei Jahre mit den Vorbereitungen verbracht und freuen uns, dass das 50-jährige Jubiläum zu einer guten gemeinschaftlichen Feier wurde.

Und: Das nächste Jubiläum kommt bestimmt!

( Der Festausschuss )


Ausstellung " Gesichter des Islam"

Es Kommt nicht häufig vor - zumindest in unserem Gemeindehaus Lobberich bisher noch gar nicht - dass muslimische Frauen von ihrem Glauben erzählen: Sehr persönlich, anrührend, zu Fragen von Koran, Tradition, Integration, Sorgen und Lebenshaltungen Stellung beziehen. Die Besucher, die zur Eröffnung der Ausstellung " Gesichter des Islam" zahlreich ins Gemeindehaus gekommen waren, wurden Zeugen dieser Berichte von Frau Dr. Bairam, Frau Konmaz und Frau Öcalay. Diese drei muslimischen Frauen aus Lobberich stellten sich der Aufgabe, die auch Frauen auf den Schautafeln der Ausstellung gefragt wurden: Wie sehen Sie den Koran?- Was bedeutet die Tradition?- Was haben Sie von Ihren Eltern bezüglich des Glaubens gelernt?- Was bedeutet Islam für Sie? Wie stehen Sie zum Kopftuch bei muslimischen Frauen? ...

Eingeleitet und moderiert durch Frau Fiebig, unterstützt von der Gleichstellungsbeauftragten Frau Ioannides und der Beauftragten für das kath. Regionaldekanant Frau Seiter-Mörschen konnten am Samstag, dem 8. März die Besucher einen ersten Eindruck von 10 Porträts von Frauen gewinnen, die auf 20 Schautafeln im Gemeindehaus für eine kurze Woche ausgestellt sind. Allesamt islamische Frauen, mit sehr unterschiedlicher Herkunft und Geburtsorten, u.a. z.B. auch eine zum Islam konvertierte deutsche Grundschullehrerin, mit vielfältigen Berufen und Lebenssituationen - gemeinsam ist ihnen eins:

Sie leben in Deutschland und leben ihren Glauben.

Getragen wurde diese Ausstellung vom Ökumene-kreis unserer ev. Gemeinde, der kath. Gemeinde St. Sebastian und St. Peter und der Frauengruppe der Moschee Lobberich. So gab es zur Ausstellungseröffnung auch türkischen Tee, etliche Frauen aus der Moschee hatten kleines Gebäck vorbereitet und alle ließen sich gerne zum Abschlussabend am Freitag 14. März zum türkischen Essen und Musik einladen.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle geht auch an den Ausländerbeirat und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nettetal, die dieses Vorhaben mitgetragen haben!

( Der Ökumene-kreis )


Weltgebetstag

Der Lobbericher Weltgebetstag fand diesmal in der katholischen Gemeinde, in der Brücke statt. GUYANA - ein unbekanntes, aber nicht unbeschriebenes Land - stand im Mittelpunkt. Die Frauen aus Guyana haben den Mut bewiesen, ihre Situation mit einer biblischen Geschichte zu vergleichen, in Beziehung zu setzen: mit einer Geschichte aus dem Buch Hiob. Viel erzählen sie in den Fürbitten von den Schwierigkeiten, ihren Alltag zu bewältigen - angesichts von Gewalt gegen Frauen, Drogen- und Alkoholproblemen, Arbeitslosigkeit bzw. schwierigen Wohn- und Arbeitsbedingungen, erzählten auch von der sich verändernden Lebenslage der Menschen in den tropischen Urwäldern.

Aber sie blieben nicht bei der Klage stehen, sondern regten in einem zweiten biblischen Bezug eine neue Sicht auf das Leben von Frauen an: Die so bekannte Geschichte von Maria und Marta war in einem weiteren Teil Mittelpunkt des Gottesdienstes. (Falls Sie nachlesen wollen: Lukas 10, 38-42). Dazu hatte sich der Vorbereitungskreis in mehreren Treffen intensiv über diese beiden Frauen unterhalten - durchaus kontrovers und vielschichtig - und dann beschlossen, keine fertige Auslegung "hinzulegen", sondern ein offenes Bibelgespräch im Gottesdienst darüber zu Führen. Es kam sogar eine Besucherin spontan hinzu und nahm an diesem Gespräch teil!

Und - weil wir eben nicht "fertig" mit dieser Geschichte sind, wollen wir am Ball bleiben und laden herzlich zu einer Bibelarbeit ein, die von Pfr. Dr. Engelke moderiert wird:

Dienstag, 8. APRIL ab 19.30 Uhr im ev. Gemeindehaus

Dies ist auch der nächste Termin für FRAUEN LADEN FRAUEN EIN!!

Ein weiteres Mal wird uns GUYANA im Familiengottesdienst am 1.Juni in Lobberich beschäftigen - wer daran mitwirken möchte, z.B. mit einer Station aus der Weltgebetsordnung o.ä., ist dazu herzlich eingeladen!

( Das Vorbereitungsteam )


Neues aus der ev. Kindertagesstätte "Löwenzahn"

Ich habe am 28.2. und 6.3.2008 mein Gemeindepraktikum in der Kindertagesstätte gemacht. Es hat sehr viel Spaß gemacht mit den kleinen Kindern etwas zu machen. Schon am ersten Tag haben mich ein paar Kinder in ihr Herz geschlossen. Sie haben mir den ganzen Kindergarten erst einmal gezeigt. Danach war ich mit ihnen draußen auf der Rutsche, auf der Schaukel und auf einem riesigen Klettergerüst. Drinnen waren wir auch. Dort haben wir gemalt und ich mußte einer ganzen Gruppe von Kindern Prinzessinnen zeichnen. Die Kindergärtnerinnen waren auch sehr freundlich. Von einigen weiß ich auch noch den Namen: Frau Kuckhoff und Frau Bach. Schon an meinem ersten Tag im Kindergarten mußte ich einen Streit zwischen zwei kleinen Mädchen schlichten. Tränen gab es auchL. Als es dann schon halb fünf war, ging ich auch schon wieder nach Hause. Am zweiten Tag habe ich mich direkt mit einer Truppe von kleinen Jungen und Mädchen an den Tisch gesetzt und habe mit ihnen Ostereier aus Papierresten gebastelt, natürlich auch mit mega-hamma viel Kleister. Der zweite Tag war genauso schön wie der erste Tag davor!

Mir hat die Zeit im Kindergarten sehr gefallen !

( Annalia Karaghiozis - Mavromatis )


Wir vom Curanum

Ja wir über einhundert Bewohner im Curanum, früher auch Kleeblattresidenz genannt, sind auch ein Teil der evangelischen Gemeinde zu Lobberich.

Alters- und Gesundheitsbedingt mußten wir gegen den Ratschlag im Sprichwort "Einen alten Baum verpflanzt man nicht" unsere Heimatgemeinden verlassen, in denen wir verwurzelt waren, und versuchten nun hier zaghaft eine neue Verwurzelung zu finden.

Wiederum aus Alters- und Gesundheitsgründen wird man Bewohner des Curanums nur vereinzelt zu den Gottesdiensten in der Pfarrkirche sehen. Daher sind wir dankbar, dass einmal im Monat Gottesdienst - abwechselnd evangelisch und katholisch - hier im Hause gefeiert wird.

Aber wie bekommen wir Bewohner zu den altansässigen Gemeindemitgliedern Kontakt? Das wird nur möglich sein, wenn Sie kommen!

Insbesondere die Bewohner der Pflegeabteilung wären dankbar für gelegentliche Besuche, um über Alterlebtes zu erzählen, sich über Gott und die Welt zu unterhalten und/oder in Spielrunden das Miteinander zu genießen. Sehen Sie eine Möglichkeit, diesen ehrenamtlichen Liebesdienst in die Wirklichkeit umzusetzen? Es würde uns Bewohnern das Finden neuer Wurzeln sehr erleichtern.

(Werner Traut, senior)


Diakonie

Mitgliederversammlung des Freundes- und Förderkreises Diakonie-Aktion Pflege zu Hause e.V. Diakonie

Am Dienstag den 4. März 2008 fand im Parkstübchen in Hinsbeck die Mitgliederversammlung des Freundes- und Förderkreises "Diakonie - Aktion Pflege zu hause e.V." statt. Dieser Kreis unterstützt seit 4 Jahren die Arbeit der "Diakonie häusliche Pflege" im Bereich Nettetal und Grefrath - Oedt. Der Dienst für ältere und pflegebedürftige Menschen wird in unserer Gesellschaft ständig wichtiger.

In der Mitgliederversammlung wurden die beiden vorrangigen Aufgabenbereiche des Förderkreises dargestellt und deren Erweiterung für die Zukunft diskutiert:

Im Bereich der häuslichen Pflege werden zur Zeit 88 Menschen betreut.

Der Förderverein konnte im Jahr 2007 diese Aufgabe unter anderem durch Zuschüsse zu einer Patientenfreizeit in Bad Bevensen und zu einer Patientenfeier unterstützen.

Besonderes Gewicht wurde im vergangenen Jahr auf die Realisierung des "Cafe Auszeit" gelegt, einem Betreuungsangebot für demenzkranke Menschen zur Entlastung der pflegenden Angehörigen. Der Förderverein unterstützte insbesondere die Schulung von 18 Ehrenamtlichen, die bei der Durchführung dieses Projektes mitwirken. Um eine Ausweitung der Arbeit leisten zu können, soll eine zusätzliche Gruppe von ehrenamtlichen Mitarbeitern gewonnen und ausgebildet werden. Deshalb werden Menschen gesucht, die bereit sind bei dieser wichtigen Aufgabe ehrenamtlich mitzuwirken.

Jeder Neuzugang zum augenblicklich 82 Mitglieder zählenden Freundes- und Förderkreis wird helfen, die wachsenden Aufgaben zu bewältigen.

Nähere Informationen zum "Freundes- und Förderkreis Aktion- Pflege zu Hause e.V." geben gerne:

Bankverbindung: Konto Nr. 38 109, Sparkasse Krefeld (BLZ 320 500 00)


Café Lichtblick

Gesprächs - Café für Trauernde in Lobberich

Ein Treffpunkt für Menschen, die Trauer erfahren mussten, durch Tod, durch Trennung, ... deren Lebensweg nun ein anderer geworden ist.

Wenn es einen umfassenden Rat für Menschen in Krisensituationen gibt, dann den, nicht alleine zu bleiben. Trauer ist in der Gesellschaft leichter zu ertragen, man kann sagen; Trauer braucht Gesellschaft!

Sich mit Betroffenen auszutauschen erleichtert, bereichert und gibt das Gefühl nicht alleine zu sein. Hier können Trauernde in gemütlicher Atmosphäre in einem Gedanken- und Gesprächsaustausch kommen.

Frau Gabriele Belhadj wird die Trauerbegleitung an diesen Nachmittagen übernehmen. Sie ist Pflegefachkraft und hat eine Weiterbildung in Palliative Care abgeschlossen.

Palliative Care umfaßt die Betreuung, Pflege und Begleitung unheilbar kranker und sterbender Menschen, aber auch die Begleitung der Angehörigen.

Wir treffen uns jeden letzten Freitag im Monat um 15:30 Uhr in den Räumlichkeiten der Ev. Kirchengemeinde Lobberich auf der Steegerstraße 39 in Nettetal

Nach Absprache können Sie auch unseren Fahrdienst in Anspruch nehmen.

Trauen Sie sich, schauen Sie herein, Sie sind herzlich willkommen.

Informationen:

Diakonie Häuslicher Pflegedienst
Felicitas Rose
Gabriele Belhadj
Tel.: 02158/400950

Ev. Kirchengemeinde Lobberich - Hinsbeck
Pfarrer Dr. Engelke
Tel.: 02153/2539 oder 02153/912374
Fr. Ute Fiebig
Tel.: 02153/2094


Nachruf

Die Evangelische Kirchengemeinde Lobberich - Hinsbeck trauert um Klaus Loseries.

Er wurde am 14. Mai 1938 im Kreis Tilsit-Ragnit geboren. Seine Eltern flohen mit dem Sechsjährigen über das zugefrorene Kurische Haff und siedelten sich im heutigen Nettetal an. Nach seiner Konfirmation im Jahre 1952 betätigte sich Klaus Loseries in der Jugendarbeit und blieb von da an über ein halbes Jahrhundert durch sein Engagement der Kirchengemeinde eng verbunden.

1962 begann Klaus Loseries seinen Dienst als Lehrer und wechselte nach einem weiterführenden Studium neben Beruf und Familie 1966 an die Realschule Kaldenkirchen. Nach der Fortführung des Studiums legte er 1969 an der Bonner Universität das Examen für evangelische Theologie ab. Im selben Jahr ordinierte ihn die Rheinische Landeskirche zum Prädikaten. Im gesamten Kirchenkreis wurde er ein gefragter Prediger. Seit 1977 arbeitete er als Studienrat am Werner- Jaeger Gymnasium, unter anderem 25 Jahre lang als einer der wenigen Lehrer für evangelische Religion.

Zu seinen vielen Aktivitäten in der Kirchengemeinde gehörte sein Amt als Presbyter. Er war beteiligt an der Übernahme der Trägerschaft der Altentagesstätte "Parkstübchen" in Hinsbeck, dem Aufbau der Diakoniestation für häusliche Pflege und der Schaffung der "Villa Kunterbunt". Von 1994 bis 2002 war Klaus Loseries Vorsitzender des Presbyteriums. In dieser Zeit fällt die Einrichtung des "Café Ventils" und der Ausbau des Gemeindehauses in Lobberich.

2002 trat er mit dem gesamten Presbyterium zurück.

Ein besonderes Anliegen war Klaus Loseries die Partnerschaft mit der Evangelischen Gemeinde in Altdöbern im Spreewald. Er vertrat die Kirchengemeinde Lobberich-Hinsbeck in der "Arbeitsgemeinschaft an der Nette" und bemühte sich intensiv um die Pflege der ökumenischen Kontakte mit den katholischen Gemeinden.

Durch den plötzlichen Tod von Klaus Loseries am 2. Februar 2008 verliert die Evangelische Kirchengemeinde Lobberich-Hinsbeck einen treuen und kompetenten Mitarbeiter.

( Evangelische Kirchengemeinde Lobberich-Hinsbeck )


Konfirmationen

Hinsbeck - 6. April 2008

Dominik Eickes Kristina Jurovic Tobias Opel Jessica Fischer Andreas Klein Leonie Stucker Marcel Heußen Pascal Marganiec Niklas Thelemann Steffen Jäckel Svenja Mevissen Nina Wessling

Lobberich - 13. April 2008

Jacqueline Claeren Dennis Gülden Jacqueline Kessels Hanna Fiebig Maximilian Hardt Denise Otto David Hexels

Lobberich - 20. April 2008

Carola Engelke Robin Jacobs Katrin Mindt Christina Greb Daria Krikunova Kerstin Mindt Gianna Hartmann Dennis Preuß Madina Stol Paul Herdt Mandy Tillmann

Taufen

Max Michels Joana Brümmer Lina Zschommler  Alexander Knak Katharina Knak

Beerdigungen


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