WESTDEUTSCHE ZEITUNG24. Juni 2004 |
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Nettetal. Jeder Zuschuss wird pauschal um 40 Prozent gekürzt. Den Rotstift dazu hatte bereits der Rat im Dezember geschwungen. Er verfügte, die städtischen Zuschüsse für diese Vereine auf einen Gesamtbetrag von 10 000 Euro zu begrenzen. Im Nette-Ausschuss wurde jetzt über Verteilung des Geldes diskutiert. Zwei Modelle standen zur Auswahl: Soll es eine "Projekt-Förderung" mit entsprechenden Anträgen, Begründungen und letztlich Einzel-Entscheidungen im Fachausschuss geben oder wird das Geld besser pauschal an alle kulturtreibenden Vereine ausgeschüttet?
Für Letzteres plädierte CDU-Sprecher Marcus Optendrenk: "Die Vereine brauchen zuverlässige Planungs-Grundlagen, deshalb sprechen wir uns für das Pauschal-Modell aus." Die Alternative "Projekt-Förderung" binde Arbeitskraft der ehrenamtlichen Vereins-Arbeit. Mit ihrem Votum für die Pauschal-Lösung vertritt die CDU die gleiche Position wie die Nette-Agentur. Geschäftsführer Dietmar Sagel: "Vereins-Aktivitäten sind oft sehr unterschiedlich und ebenso oft nicht vergleichbar. Das erschwert eine Bewertung der eingereichten Projekte."
SPD-Fraktionschefin Renate Dyck erwiderte: "Ich würde es nicht Projekt-Modell nennen wollen." Man könne vier oder fünf Kriterien an Vereine anlegen, sie danach fördern. "Wir können uns mit der Gießkannen-Förderung nicht anfreunden." Kleinen Vereinen blieben nach der Kürzung mitunter ganze 50 Euro Zuschuss. "Dadurch könnten die sich eher diskreditiert fühlen", vermutete Fraktionskollegin Elvire Kückemanns.
Der Dyck-Vorschlag, erst nach den Kommunalwahlen "entspannter" zu entscheiden, dann vielleicht "einen goldenen Mittelweg" zwischen beiden Zuschuss-Modellen zu finden, fand keine Mehrheit. In zwei Kampf-Abstimmungen setzten CDU und FDP die Pauschal-Lösung durch.
Donnerstag - 24.06.2004
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