WESTDEUTSCHE ZEITUNG4. Juni 2004 |
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Nettetal. Bei einem Ausbau des Mönchengladbacher Flugplatzes werde Nettetal nicht von Fluglärm betroffen und der zulässige Lärmpegel nicht überschritten zu diesem Schluss kommt die ausführliche Stellungnahme der Gladbacher Flughafen-Gesellschaft, der sich die Deutsche Flugsicherung anschließt. Die Stadtverwaltung blieb in der jüngsten Ratssitzung daher bei ihrem Beschluss-Vorschlag: "Bedenken und Anregungen zum Flugplatz-Projekt werden nicht vorgebracht". Diese Formulierung hatte allerdings im Planungsausschuss für eine aufgeregte Debatte gesorgt.
Im Stadtrat nun vermisste Guido Gahlings (Bündnis 90/Die Grünen) "kritische Anmerkungen" der Verwaltung, die in einer interfraktionellen Besprechung verabredet worden seien. Bürgermeister Peter Ottmann (CDU) verwies auf das anhängige Planfeststellungs-Verfahren, bei dem man "hart an der Sache bleiben" müsse.
Wertende Aussagen zu Sinn oder Unsinn des Flugplatz-Ausbaus "sind nicht Gegenstand dieses Verfahrens". Marcus Optendrenk (CDU) bekräftigte: "Wir können keine Bedenken und Anregungen im förmlichen Verfahren äußern". In Kürze werde sich der Kreistag mit dem Thema befassen, dort werde sich die CDU "eindeutig auf der Seite der Ausbau-Gegner positionieren", so Optendrenk.
Alle Stadtrats-Fraktionen bekundeten gegen den Ausbau des Flugplatzes zu sein. Ralf Hussag (SPD) und Hans-Willy Troost (FDP) waren sich einig: "Wir müssten eine Möglichkeit finden, unser städtisches Missfallen zum Ausdruck zu bringen, ohne das förmliche Verfahren zu verletzen." Ottmann fand diese Möglichkeit. Die Bezirksregierung als Entscheidungs-Träger erhält Zusatz-Post aus Nettetal: das Protokoll der Rats-Sitzung, in dem die
Garniert wird das Protokoll noch mit einem "besonderen Hinweis des Bürgermeisters", einer Art Einleitung ins Protokoll. Das wurde einstimmig beschlossen bei Enthaltung der beiden Grünen.
Freitag - 04.06.2004
Von Bernd Schubert
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