WESTDEUTSCHE ZEITUNG6. April 2004 |
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Nettetal. Nettetal und Brüggen verabschieden sich gemeinsam von der bisherigen Betreuung durch den Kreis Viersen bei der "Kommunalen Alten-Fachberatung". Sie nehmen diese Arbeit künftig in eigener Regie wahr. Die Aufgaben: Senioren-Einzelfall-Beratung, Gemeinwesen-orientierte Altenarbeit durchaus auch für "Junge Alte" ab 50 sowie Pflegeberatung.
Der Hintergrund des Abschieds von der Kreisverwaltung bei diesen Aufgaben ist der Rotstift der Landesregierung. Bisher konnte der Kreis die Arbeit durch eine Landespauschale finanzieren. Nun haben die Kosten die Kommunen selbst zu tragen. Weitere Betreuung durch den Kreis hätte allein Nettetal dieses Jahr rund 43 000 Euro gekostet.
"Und 17 Prozent davon wären beim Kreis allein für Fahrtkosten verschlungen worden", unterstrich Beigeordneter Christian Wagner bei der jüngsten Rats-Sitzung. Seine Prognose: "Wir werden die Aufgaben besser erfüllen können als bisher, weil einfach alles ortsnäher ist."
Per Rechnungs-Schlüssel muss Brüggen für diese Gemeinsamkeit mit Nettetal jährlich 15 000 Euro berappen. Dazu wird ein für beide Kommunen zuständiger neuer Vollzeit-Arbeitsplatz geschaffen. Grünes Licht gab es von den Nettetaler Ratsmitgliedern.
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