WESTDEUTSCHE ZEITUNG25. März 2004 |
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Lobberich. Vielleicht können die älteren Damen Lobberichs jetzt endlich aufatmen. Denn am Dienstag ging der Polizei eventuell der gefürchtete Handtaschenräuber ins Netz. Zivilbeamte der Wache Nettetal nahmen einen 17-jährigen Deutschen aus Lobberich fest, der ihnen aufgrund des Phantombildes ins Auge fiel. Diese Zeichnung war nach dem letzten Überfall am Montagabend auf der Reinersstraße es war übrigens der siebte gemacht worden. Und da es bei diesem Überfall auch noch einen Zeugen gab, wurde eine Gegenüberstellung angesetzt. Dabei erkannte der Zeuge den jungen Mann als den Täter. Gestern wurde der Lobbericher dem Krefelder Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.
Sieben Mal wurden seit Ende Januar ältere Damen im Nettetaler Ortsteil Lobberich überfallen. Sie waren zwischen 69 und 83 Jahren alt. Geld, Papiere, Schlüssel und beim Überfall Nr. sechs am Samstagabend waren zwei Bananen und ein Pfund Käse seine Beute. Einmal ging der Täter auch leer aus. Seine Methode war immer die gleiche. Von hinten näherte sich der Jugendliche mit einem Rad, schnappte sich die Tasche der alten Dame und düste davon. Einige der attakierten Seniorinnen fielen bei den Überfällen hin und zogen sich dabei Schürfwunden an den Knien zu; eine hatte sogar eine Platzwunde am Kopf und musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden.
Der 17-Jährige bestreitet bisher, für den Überfall am Samstag verantwortlich zu sein. Ob er auch tatsächlich der Räuber in den anderen Handtaschenraub-Fällen ist, muss nun ermittelt werden. Doch unbekannt ist der junge Mann den Beamten nicht. Sie hatten ihn bereits schon wegen Diebstahl-Delikten erwischt. Außerdem habe der Täter in der "Vergangenheit eine gewisse Gewaltbereitschaft gezeigt", so Polizeipressesprecher Wolfgang Wiese gegenüber der Westdeutschen Zeitung.
Mit diesem Phantombild gingen Polizisten auf
Räuber-Jagd und wurden anscheinend fündig.
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