WESTDEUTSCHE ZEITUNG29. Januar 2004 |
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Kempen/Grefrath/Nettetal. "Solch ein Schneetreiben kennen wir nur aus dem Winterurlaub", hatten sich sicherlich Viele gedacht, die Mittwochabend gegen 22.30 Uhr aus dem Fenster schauten. Was im ersten Moment romantisch anmutete, bedeutete für Winterdienste harte Arbeit.
In Kempen rückten die ersten Mitarbeiter von Schönmackers bereits um 21.30 Uhr aus, es folgten weitere um 1 Uhr. Die ganze Nacht waren sechs Fahrzeuge und 14 Mitarbeiter im Einsatz. Erst Donnerstag um 10 Uhr stellten sie die Streumaschinen in die Garage.
Stefan Petschak, Leiter des Winterdienstes bei Schönmackers: "Zunächst werden Hauptverkehrs- und Zugangsstraßen von Schnee und Eis befreit", beispielsweise die Straelener, Kerkener, St Töniser Straße und der Ring. Die weiße Pracht hatte unsere Leute zwar nicht überrascht, "aber wir sind die Menge nicht gewohnt", berichtete Petschak.
"Zum Teil war der Schnee schon gefroren deshalb mussten wir räumen, streuen und dann nochmal räumen", sagte Nettetals Stadtsprecher Christoph Kamps. Diese Erfahrung machte der Bauhof der Seenstadt, der Donneratg um 4.30 Uhr mit zehn Fahrzeugen startete, darunter vier große Maschinen und drei Kleinschlepper.
Bis Donnerstagmittag befreiten sie die Straßen von dem rutschigen Belag: Zunächst die Kölner, Gerber-, Brüggenstraße in Kaldenkirchen; die Breyeller-, Mühlenstraße in Lobberich und die Kramer- und Josefstraße in Breyell. "Vor allem im Berufsverkehr behinderten einige Pkw die Einsätze", ergänzte Kamps.
Auch der Grefrather Bauhof war eifrig im Einsatz. Die Hauptstraße, die durchs Zentrum führt, musste zweimal "behandelt", Kirchplatz und Fußgängerzone mit Sand bestreut werden. Zwei große Unimogs "pflügten" sich durch die Hauptstraßen, ein kleines Fahrzeug bearbeitete die Radwege zwischen Mülhausen und Oedt.
Die Straßenmeisterei des Kreises rückte Mittwoch gegen 19 Uhr aus und war bis Donneratagabend im Einsatz. Anfangs streute sie Feuchtsalz gegen überfrierende Nässe, ab 23.30 Uhr waren Schneeräum-Maschinen unterwegs.
Die Polizei hatte weniger zu tun. Schwere Glatteis-Unfälle gab es nicht. In Kempen knallte es an der Kerkener Straße, an der Kempener Landstraße und an der Straelener Straße. In Grefrath gab es an der L 391, in Hinsbeck, Markt und in Breyell an der Lobbericher Straße Blechschäden. In Lobberich, Dyck, und in Schaag, Pieper, gab es Rutschpartien.
Übrigens: Hauseigentümer und Mieter sind per Gesetz verpflichtet,
Schnee zwischen 7 und 20 Uhr von den Gehwegen zu entfernen.Werktags muss
die Schneeschaufel bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr ihr Werk verrichtet
haben. Salz ist als "Schnee-Fresser" verboten.
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