WESTDEUTSCHE ZEITUNG17. Januar 2004 |
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Lobberich. Anfang März kommen die Handwerker ins Haus: Chirurgische und Innere Ambulanz des städtischen Krankenhauses werden zusammengelegt zur "Zentralen interdisziplinären Aufnahme". Fertigstellung soll Jahresmitte sein. Die Abteilungen werden solange provisorisch im Haus untergebracht. "Bis Mitte März steht auch die Organisationsstruktur für die zentrale Aufnahme", verspricht Verwaltungsdirektor Herbert Wans.
Zum Hintergrund: "Nach neuem Recht sind wir gezwungen, zu sparen, also stationäre Aufenthalte klein zu halten oder Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Sonst gibt`s Ärger mit den Krankenkassen", erläutert Wans. Hinzu käme eine derzeitige Deckungslücke im Etat von drei Prozent.
In Zukunft würden alle Patienten, ob ambulante oder stationäre, zentral betreut medizinisch, pflegerisch und verwaltungstechnisch von der Voruntersuchung bis zur Entlassung. Am Anfang stünde die Diagnostik in der Aufnahme. "Die Diagnostik bestimmt das Behandlungsziel."
Alle Fachbereiche von Internistik bis Chirurgie könnten sich bei kürzeren Wegen besser abstimmen. Bisher würden Patienten oft auf eine Station gebracht, dann von den Fachärzten nacheinander untersucht. Nun würde in der Aufnahme untersucht, eingereichte Befunde von niedergelassenen oder Fachärzten könnten zentral erfasst und ausgewertet werden, was Doppeluntersuchungen und ein Hin-und-Her-Verschieben von Patienten, Daten und Papier vermeiden helfe. "Das heißt aber auch, dass Patienten sich in der Aufnahme Stunden oder einen halben Tag aufhalten werden", so Wans.
Die Kosten von 400 000 Euro trägt das Krankenhaus allein, das Land gibt (hat) nichts. "Dafür haben wir über Jahre Rückstellungen gemacht." Was nun unterm Strich durch die zentrale Aufnahme gespart werden könne, dies vermag Wans noch nicht zu beziffern.
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