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Donnerstag, 17. Juni 2004 |
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Nettetal (dv). Die SPD Nettetal geht mit einem komplett neuen Wahlprogramm in den Kommunalwahlkampf. Die Sozialdemokraten wollen mit einem neuen Politikstil unter dem Leitgedanken "zuhören - abwägen - entscheiden - umsetzen" die Wähler für sich gewinnen. Die GN sprach mit den Verantwortlichen über ihr Programm und stellt Auszuge daraus vor. "Wir wollen zukünftig wieder mehr Mitsprache der Politik und weniger Verwaltung in Nettetal etablieren", so SPD-Bürgermeisterkandidat Ralf Hussag. "Wir müssen zum eigentlichen Ziel der Politik zurückkehren und wieder deutlicher sagen was wir wollen. Zudem halte ich es für wichtig, die Burger wieder mehr einzubinden", so Hussag. Bei den Baugebieten wie Lobberich-Ost sei es sirmvoll zuerst die Bürger zu fragen was sie in einem Wohngebiet brauchen und erst dann anfangen zu planen und nicht umgekehrt Zurzeit erlebe man dies wieder bei der Überplanung des Rötzel-Gebietes. |
"Die Anwohner müssen die Grundstücke verkaufen um die Planung umzusetzen. Wieso kann man nicht vorher mit den Bürgern diskutieren und dann anfangen zu planen", unterstreicht. der SPD-Parteivorsitzende Bernhard Müller-Wirtz.
Ein Kernpunkt des Wahlprogrammes ist die Erweiterung der sozialen und kulturellen Lebensbedingungen. Dazu soll unter anderem jährlich von der Verwaltung ab 2005 ein Armutbericht erstellt werden. "Bis heute haben wir keine eindeutigen Zahlen wie viele Menschen in Nettetal unterhalb der Armutsgrenze, leben. Wir brauchen verlässliche Zahlen, erst dann können wir handeln," so Hussag. Zudem will die SPD - trotz Ablehnung der Verwaltung - eine Freiwilligen-Agentur einrichten. "Diese könnte man zu Beginn ohne große Kosten nebenher laufen lassen und später, wenn es gut läuft, jemanden dafür einstellen". Dafür müsse dann an anderer Stelle gespart werden. Ziel ist es auch, die Kindergartenplätze wohnortnah zu erhalten.
Ein weiter Schwerpunkt ist die Neuordnung der kommunalen Finanzen. Dabei will die SPD keine Raseninaherpolitik ansezten, sondern alle Ausgaben auf den Prüftand stellen. Mit dem Bau der Dreifachturnhalle hätte Hussag indes noch ein Jahr gewartet um die Auswirkungen von Hartz IV abzuwarten. "Mir sind Schüler lieber, die gut ausgestattet sind, als, Kinder, die eine tolle Sporthalle für zwei Stunden die Woche haben", so Hussag Zudem sollen im Energiemanagement neue Wege beschritten werden. Die soll unter anderem durch den zentralen Vergleich der Reinigungskosten erfolgen. "Hier kann man den ein oder anderen Euro sparen", so Müller-Wirtz.
In Fragen der Bildung will die SPD den Schulen die Möglichkeit geben, ihren Schulraum gegen ein Entgelt zu vermieten. Das Geld steht dann den Schulen komplett zur Verfügung.
Wichtig für die SPD ist auch der Ausbau Nettetals als Wirtschaftsstandort vornehmlich durch das Gewerbegebiet VeNeTe. Diese Politik soll auch durch eine strategische Standortpolitik gefördert werden. Dazu gehört auch die Verhinderung von Einkaufszentren gut der grünen Wiese. Wieso können wir nicht Plus in der Lobbericher Innenstadt erweitern, anstatt das diese wegziehen?", fragt sich Hussag. Abschließend will die SPD die gesunde Umwelt nachhaltig sichern und keinen Massentourismus zulassen. Vielmehr will sie eine starkere Kooperation mit den Nachbargemeinden.
"Dieses neue Wahlprogramin verdeutlicht auf wenigen Seiten die grundsätzlichen Ziele der SPD Nettetal", so Parteichef Müller-Wirtz. Erfreulich so der Nettetaler sei, dass dieses Wahlprogramm gemeinsam mit Personen aus der "alten" und "neuen" Fraktion erarbeitet wurde. In den Sachfragen waren alle sehr kooperativ".
Von Utrich Rentzsch
Nettetal. Sina Helgers, 23 Jahre jung, kann ihre Freude nicht verbergen. Als General Managerin führte sie die Firma "PetQuisit' an die Spitze aller 353 Mini-Unternehmen in den Niederlanden. "PetQuisit" produziert und verkauft in Eigenregie exklusive Futternäpfe für Katzen und Hunde. An der Fontys-Hochschule in Venlo studiert die Lobbericherin Betriebswirtschaftslehre (BWL). Zur Ausbildung gehört auch die praxisnahe Gründung eines sogenannten Mini-Unternehmens. Nach einem Jahr konkreten Lernens wird die kleine Firma wieder geschlossen.
Mitte März präsentierte sich Sina Helgers und ihr Team auf einem Wettbewerb als Bestes der besten sechs "Minis" in der Provinz Limburg. "Die Jury war von unserem Konzept begeistert", erzählt sie. "PetQuisit" hatte ein besonderes Verkaufs-Konzept entwickelt, für verkaufte Exemplare des exquisiten Futternapfes erhielten Studenten Bonuspunkte, die später in Geschenke umgetauscht werden konnten.
Stolz präsentiert General-Managerin Sina Helgers ihre
Auszeichnung als beste Mini-
Unternehmerin in den Niederlanden. Foto: Ulrich Rentzsch
Am vergangenen Wochenende wurde nun in Amsterdam das beste Mini-Unternehmen in den gesamten Niederlanden gesucht. Und auch hier ging "PetQuisit" als Sieger hervor. "Das hatten wir wirklich nicht erwartet", sagte Sina Heigers den GN, immerhin bestehe das Mini-Unternehmen vornehmlich aus deutschen Studenten, während sich die anderen sechs Teams ausschließlich aus niederländischen Studenten zusammensetzten. "Aber unser Konzept, die Puttemäpfe in Eigenproduktion herzustellen, hat offensichtlich alle überzeugt." Und noch zwei Preise konnte das Mini-Unternehmen einheimsen. Am Ende belegte "PetQuisit" im internen Hochschulwettbewerb in Venlo zwar "nur" den zweiten Platz, doch wurde das Team von Sina Helgers mit dem erstmalig vergebenen "Bart-de-Munk-Award" für soziales Engagement und Teamwork ausgezeichnet. Die Hälfte des erwirtschafteten Erlöses aus dem Verkauf der Futternäpfe stiftet "PetQuisit" dem Tierschutzverband WWF. Immerhin sind so 423,50 Euro zusammengekommen.
Vom 22. bis 25. Juni reist Sina Helgers nun nach Malta, um die Niederlande mit "PetQuisit" im Wettbewerb der europäischen "Minis" zu vertreten. Alle Mitglieder des Teams haben die Flüge schon gebucht, doch würde sich "petQuisit" über Zuspruch freuen. Wir wären sehr glücldich, wenn uns Sponsoren unterstützen könnten", sagt Sina Helgers, Telefon 0171/2841678.
früherer Bericht der
vom
23. Dezember 2003 -
www.petquisit.de
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