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Donnerstag, 26. Februar 2004


"Ritter Pitter" gab die Macht ab


Verwaltung stimmte sich mit T-Shirts auf Wechsel in der Rathausspitze ein / 100 Alte stürmten

Von Danleia Veugelers

Nettetal. Auch die Beste gereimte Rede nutzte Bürgermeister Peter Ottmann - besser bekannt als der schwarze Ritter Pitter - wenig, als er am vergangenen Donnerstag, versuchte "seine" Bastion mit Unterstützung der Verwaltung, der Abordnungen der Karnevalsgesellschaften und einigen Politikern gegen eine Übermacht von 100 "Alten" zu verteidigen. "Es steckte lang im Dreck der Karren, wir sind und bleiben echte Narren! Zu finden einen Prinz war schwer, so kam's Motto nicht von ungefähr. Jetzt ziehen Hubert und Rita den Karren für die Nettetaler Narren. Hubert wird heut- angst und bange, die Möhnen stehen bei ihm Schlange. Doch wir wehren uns bis zum letzten Tropfen, von edlem Wein und herben Hopfen. Heut' saufen wir die Kasse leer, ein Prosit auf die Fasteleer."

Auch in diesem Jahr ging der "Kampf" um den goldenen Schlüssel für das Rathhaus an den Stadtprinzen. Hubert L (links) und seine Lieblichkeit Rita L (rechts) luchsten mit viel Geschick dem "Schwarzen Pitter" die Macht ab. Foto: Daniela Veugelers

Doch alles Reden nützte nichts, denn nachdem Stadtprinz Hubert I. - mit ein wenig Muffensausen - und Rita, sich in luftige Höhen verabschiedet hatten, erstürmten die Möhnen das Rathaus. Fassungslos musste der "Schwarze Pitter" mit ansehen, wie seine Untergebenen einen Schwenk vollzogen und die männlichen Mitarbeiter sich von den Reizen der "Alten" umwerben ließen.

Auch die beiden Dezernenten Christian Wagner und Christian Schaudig konnten sich dieser geballten "Weibeskraft" nicht entziehen und schunkelten munter mit.

Auch sonst hielten die Damen und Herren der Verwaltung ihren bissigen Humor nicht hinterm Zaun: Mit bunt gekleideten T-Shirts mit der Aufschrift "Bäumchen-wechsel-dich" spielten sich auf den bevorstehenden Weggang von Bürgermeister Peter Ottmann an, der seinen letzten Rathaussturm in Nettetal fabelhaft meisterte. Wir werden den Schwarzen Pitter vermissen.


Nettetal "punktet" mit der NetteCard


Jede Woche Chance, 2.222 Punkte zu gewinnen

Von Daniela Veugelers

Nettetal. Zur Einführung der NetteCard zum 1. März haben die' Kunden erstmalig, die Chance, während des Einkaufs in Nettetal zu punkten und gleichzeitig zu gewinnen. Insgesamt 50 Geschäfte beteiligen sich am Rabattsystem für das komplette Stadtgebiet: "Ich muss den Geschäftsleuten ein Kompliment machen, dass sie sich auf dieses Blind Date eingelassen haben, für das Wohl unserer schönen Stadt Nettetal", unterstreicht Vorstandsmitglied Norbert Backes.

Ab der kommenden Woche finden sie auf der ersten Seite der GRENZLAND-NACHRICHTEN einen kleinen Kasten in dem eine Nummer abgedruckt ist. Vergleichen sie diese Nummer mit ihrer eigenen Kartennummer und mit etwas Glück haben sie 2.222 Nettepunkte gewonnen. Diese können sie in jedem teilnehmenden Geschäft einlösen. Bevor sie jedoch die Punkte ausgeben können, müssen sie, sich zuvor bei der NetteAgentur (Doerkesplatz 3 in Nettetal-Lobberich) die Gutscheinkarte mit ihren 2.222 Punkten abholen. Die Punkte ? die 22,22 Euro entsprechen ? können sie, wie erwähnt, in jedem teilnehmenden Geschäft einlösen, oder aber auf das eigene Konto umbuchen lassen, um weitere NettePunkte zu "sparen", und diese später für ein Geschenk ihrer Wahl einzusetzen.

Die Gutscheinkarten wird es in Zukunft in verschiedenen Punktgrößen geben. Somit können zum Beispiel Handwerker die Treue ihrer Kunden mit Punkten belohnen. Doch nicht nur der regelmäßige Einkauf in den, angeschlossenen NettePunkt?Geschäften bringt wertvolle Punkte. Eigens für echte "Punktejäger" erklärt der Verein NettePunkt den Sonntag, 16. Mai, zum offiziellen Kartensonntag. An diesem Tag kann sich jeder Besitzer einer NetteCard mit seiner Bonuskarte kostenlos Lose in jedem der teilnehmenden Geschäfte für eine Sonderaktion abholen. Das Abholen der Lose ist für den Kunden unverbindlich und verpflichtet nicht zum Kauf. Zusätzlich zum Kartensonntag lädt der Verein "NettePunkt" alle Schnäppchenjäger am Freitag, 10. September, zur ersten langen Nacht. des Einkaufes "Shopping nach Ladenschluss" ein.

Bei soviel Aktionsfreude kann man wirklich mit einem Lächeln in Nettetal einkaufen.


Wer ist der Handtaschendieb?


Polizei geht offensiv auf mögliche Täter zu

Nettetal (dv). Seit Wochen versetzt der "Lobbericher Handtaschenräuber" besonders ältere Damen in Angst und Schrecken. Am vergangenen Mittwoch schlug der große schlanke Mann nach einer dreiwöchigen Pause zum ftinften Mal in Lobberich zu: Er entriss auf der Straße Im Weberfeld" einer 86-Jährigen Fußgängerin die Handtasche. Die Seniorin aus Lobberich kam zu Fall. Sie verletzte sich glücklicherweise nur leicht, doch andere beraubte Damen hatten weniger Glück, sie mussten zum Teil in stationäte Behandlung.

Aufgrund der Vorfälle ist immer öfter aus der Bevölkerung zu hören, dass ältere Damen aus Angst vor einem Überfall ihre Wohnung nur noch für dringende Erledigungen verlassen und ihre regelmäßigen Besuche zum Beispiel auf dem Friedhof oder im Kaffeehaus, nicht mehr nachkommen möchten.

Die, Frage ist, was kann die Polizei in dieser Sache tun? Die GN sprachen mit dem Netttetaler Kommissariatsleiter Peter Müller über die Ermittlungen in diesem Fall: "In den vergangenen Wochen haben wir verdeckt in Lobberich ermittelt, konnten jedoch den letzten Überfall nicht verhindem. Mit Beginn, dieser Woche haben wir unsere Taktik geändert. Ab sofort patroullieren unsere sechs Einsatzkräfte in Lobberich und sprechen ganz gezielt verdächtige Jugendliche an", so Müller.

Die Suche nach dem Räuber gestaltet sich indes schwierig, da sich der Täter regelmäßig ältere. Frauen als Opfer aussucht und sich ihnen von hinten mit dem Fahrrad nähert. Wir haben bislang keine verwertbaren Zeugenaussagen, da der Täter den Damen auflauert und ihnen folgt, bis er sich unbeobachtet fühlt. Wir bitten daher alle Damen, aber auch Passanten, die Augen offen zu halten", so Müller.

Wer Hinweise zu den Überfällen machen kann, der sollte sich mit dem, Kriminalkomissariat Nettetal unter der zentralen Rufnummer 02162/3770 in Verbindung setzen.


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