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Donnerstag, 4. April 2002


Nettetaler reisen zum Jubiläum der Queen


WDR begleitet Friends of British Royalty


Nettetal. Der Männerelub "Friends of British Royalty - German Section" wird in diesem Jahr zu den Feierlichkeiten des 76. Wiegenfestes der allseits verehrten Queen Elizabeth 11. von England, (am 21. April) keine Paradefestlichkeiten in Nettetal veranstalten.

Als Grund für diese Entwicklung nennt Bastian Rütten (Laird of Glencairn and Member of Friends of British Royalty) folgenden Sachverhalt: "Nachdem das großartige Fest im letzten Jahr ein voller, überregionaler Erfolg war (die GN berichteten), wurde großes Interesse an den Club heran getragen im Jahre 2002 bei den großen Festaktivitäten in London persönlich zugegen zu sein."

So wird der ehrwürdige Männerelub es sich nicht nehmen lassen, anlässlich der Veranstaltungen zum 76. Wiegenfest, als auch das 50. Thronjubiläums, eigenst in die Landeshauptstadt des britischen Empires zu reisen. Die Reise führt die honorigen Herren vom 1. bis 4. Juni nach London. Dabei wird sie ein komplettes Kamerateam des WDR-Fernsehens begleiten.

"Gerne", so Laird Bernhard Zanders," wird der Club die Grußnoten der Nettetaler Bürgerinnen und Bürger übermitteln". Letztere können online (...) an den Club gesandt werden. Dort wird auch das genaue Festprogramm zu lesen sein.


Lobberich jetzt ohne Presbyterium

Pfarrer Schmiedke wagt einen Neuanfang

Lobberich (dv). Auf ihrer letzten Sitzung sind die zehn verbliebenen Mitglieder des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Lobberich am Dienstag geschlossen zurückgetreten. Die Entscheidung zum Rücktritt stand schon Ende vergangenen Jahres fest. "Eine Weiterarbeit schien aus unser Sicht nicht mehr sinnvoll zu sein. Daher wollten wir einem Neuanfang der Gemeinde nicht im Wege stehen", so Harald Post, ehemaliger Kirchbaumeister.

Pfarrer Andreas Geuer hatte mit der Gemeinde am Ostersonntag seinen letzten Gottesdienst gefeiert (siehe auch Bericht auf Seite 10). "In seiner nächsten Sitzung wird der Kreissynodenvorstand die Beschlussunfähigkeit des Lobbericher Presbyteriums formal festellen und an die Kirchenleitung zur Bestätigung weiterleiten. Danach wird die Beschlussunfähigkeit rechtswirksam", so Brigitte Koll, Pressesprecherin des Evangelischen Kirchenkreises.

Post zeigte sich im Gespräch mit den GN enttäuscht über die "antiquierte Haltung der Landeskirche und des Kreissynodalvorstandes". Es sei aber klar, dass der Rücktritt ohne Bauchschmerzen vollzogen wurde: "Das Preshyterium erfuhr in einer schwierigen Situation keine Unterstützung. Trotz alledem sind wir zuversichtlich, dass Pfarrer Richard Schmiedke den Ausgleich in der Gemeinde schafft." Der Anrather wurde als Vakanzvertreter eingesetzt und wird nun Kandidaten zur Presbyterwahl suchen müssen.

"Zum Neuanfang der Gemeinde gehören gemeinsam mit der Gemeinde zu erarbeitende Gemeindekonzepte, die Wahl eines Presbyteriums und anschließend die Vorbereitung zur Wahl einer neuen Pfarrerin/eines neuen Pfarrers", so Brigitte Koll.


"Unser Name bleibt bestehen"


Der Abbruch des Industrieschornsteines Suthor vollzog sich in aller Stille

Lobberich (dv). Lange galt der Kamin der ehemaligen Papierfabrik Suthor in der Lobbericher Innenstadt als Wahrzeichen. Seit dem vergangenen Monat ist dieser nun Geschichte. Josef Krämer, Besitzer des Speiserestaurant "Zum Kamin" bemerkte schon seit längerem eine gewisse "SchietWe" des 16 Meter hohen Turmes.


Seit Anfang Februar ist der Kamin der ehemaligen Papierfabrik Suthor dem Erdboden gleich gemacht worden.

"Nach einem heftigen Sturm Anfang Februar beugte sich der Kamin so stark, das ich sofort den jetzigen Besitzer des Grundstücks, Stobbe, das Ordnungsamt und die Bauaufsicht informiert habe". Besitzer Stobbe hatte schon zuvor ein Fachunternehmen zur Begutachtung bestellt, die aber die Standhaftigkeit bestätigten.

Nach dem heftigen Sturm wurde die Sache in Bewegung gesetzt. Der Chef des Unternehmens welches den Abbruch vornehmen sollte, meinte nach kurzer Inspektion des "Patienten". Die Esse (Kamin) ist so marode, der Mörtel so verrottet, dass mindestens 60 Prozent ohne Hammer und Meißel einfach so von Hand abgetragen werden konnten".

"Im unteren Bereich, am Fuß des Schornsteines benötigten die Arbeiter keine Hilfsmittel. Die Steine, auf denen der ganze Kamin fundamentierte, waren so lose, dass sie von Hand weggenommen und entsorgt wurden", bestätigt der Restaurantbesitzer.

Nach dem Abbruch des Kamins kamen viele Gäste zu Krämer und scherzten, "dass ich mir jetzt einen neuen Namen für mein Restaurant zulegen muss. Aber das wird nicht passieren".


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